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WICHTIG: Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Das Büro in der Pausa-Tonnenhalle bleibt für Besucher bis zunächst 19. April 2020 geschlossen!
In der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bitten wir zudem um Ihr Verständnis, dass wir nur eingeschränkt in der VIELFALT-Geschäftsstelle erreichbar sind! Im Sinne der Reduzierung sozialer Kontakte und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wird jeweils nur eine Notbesetzung vor Ort sein. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anliegen möglichst per E-Mail an die Mitarbeiter*innen von VIELFALT e.V. Wenn Sie uns Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, werden wir uns schnellstmöglich bei Ihnen melden.

Bis auf weiteres entfallen auch alle Veranstaltung von VIELFALT e.V. Die Landesregierung untersagt Veranstaltungen seit dem 18. März 2020 (Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO). Diese Verordnung tritt am 15. Juni 2020 außer Kraft, falls das Sozialministerium den Termin des Außerkrafttretens nicht ändert.

WissensGenuss Teil 3 – Fledermäuse am Spitzberg

Ingrid Kaipf referierte über die Fledermäuse am Spitzberg
Ingrid Kaipf referierte über die Fledermäuse am Spitzberg

Die dritte Veranstaltung der diesjährigen WissensGenuss-Vortragsreihe (VIELFALT e.V. und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg) beschäftigte sich am 04.03.2020 mit dem Thema „Fledermäuse am Spitzberg“. Die Vorsitzende der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg, Ingrid Kaipf, entführte ihre gut 30 Zuhörerinnen und Zuhörer in die faszinierende Welt der lautlosen Jäger der Nacht.Leider hatte nur weniger als ein Drittel der Gäste zuvor das Angebot genutzt, sich mit Wildschweinbratwurst oder Dinkel-Hafer-Bratlingen, die jeweils mit leckeren regionalen Beilagen samt Nachtisch kredenzt wurden, kulinarisch auf einen spannenden Abend einzustimmen. VIELFALT-Mitarbeiter Fabian Roser bedauerte diejenigen, denen die Köstlichkeiten aus dem Café Pausa/Mössingen entgangen waren und versuchte sich bei der Begrüßung in Erklärungsversuchen. Es lag vielleicht an der Genügsamkeit der asketischen Gäste, die vom Wissen allein leben.Es folgte ein reich bebilderter und sehr anschaulicher Vortrag, der offenlegte, wer alles im Dunkel der Nacht am Spitzberg fliegt. Zu Beginn des Vortrags ging Ingrid Kaipf kurz auf die Evolution der Fledermäuse ein, die ersten Fledermäuse gab es bereits vor über 50 Millionen Jahren! Anschließen erklärte Frau Kaipf, wie man Fledermäuse überhaupt im Dunkel der Nacht erfassen kann: die Ultraschallrufe der Fledermäuse, die diese zur Echoortung verwenden, können mit technischen Geräten aufgezeichnet werden und durch Auswertung der je nach Fledermausart verschiedenen Rufe kann man dann feststellen, welche Arten im Gebiet vorkommen. 2018 erfolgten solche Erfassungen durch 18 stationäre Geräte und zahlreiche mobile Erfassungen, bei denen Frau Kaipf mit einem mobilen Gerät nachts bestimmte Transekte ablief. So wurden insgesamt 110.00 Rufsequenzen aufgezeichnet und es konnten mindestens 14 Fledermausarten nachgewiesen werden. Die große Artenvielfalt ist vor allem durch die Vielfalt der Lebensräume am Spitzberg und die günstige Lage als Trittstein zwischen Schönbuch, Neckar und Rammert bedingt.
Einige Fledermausarten, die entweder selten sind oder einen speziellen Bezug zum Naturraum oder Tübingen haben, stellte Frau Kaipf anschließend noch genauer vor. Zum Schutz der seltenen Mopsfledermaus läuft aktuellen ein bundesweites Projekt. Am Spitzberg gab es immerhin 3 Nachweise der Art. Die Mopsfledermaus schläft im Sommer unter abgeplatzter Rinde, einige Individuen überwintern in der Siebentälerhöhle im Katzenbachtal. Der Große Abendsegler kommt am ganzen Spitzberg vor und schläft im Sommer in Baumhöhlen. Die Tiere gehen kurz vor Dämmerungsanbruch auf die Jagd und ihre Rufe sind für das menschliche Ohr hörbar. Die Bestände des Grauen Langohrs nahmen in letzter Zeit bundesweit massiv ab, weil der Lebensraum Streuobstwiese bundesweit abnahm. An den Rändern Spitzberg konnten jedoch noch Exemplare nachgewiesen werden. Das Graue Langohr sammelt den Großteil seiner erbeuteten Insekten direkt von den Blättern der Bäume ab. Das Graue Mausohr hat ein großes Sommerquartier im Tübinger Schloss. Es jagt größtenteils Laufkäfer auf dem Boden, braucht also vergleichsweise lichte Wälder. Abschließend gab die Expertin noch Empfehlungen ab, was man in Zukunft tun kann, um das Quartier- und Nahrungsangebot für Fledermäuse am Spitzberg zu sichern und ggf. sogar noch zu verbessern: Erhalt der Streuobstwiesen, Erhöhung des Totholzanteils, Erhalt der Kleingewässer und ggf. Schaffung eines Lichtwaldbereiches.
Bei der anschließenden Diskussion wurden die Fragen der aufmerksamen Gäste sehr bereitwillig und verständlich beantwortet. Dabei gab es dann sogar Tipps, wie man selbst zum Hobby-Fledermausforscher werden kann: die Geräte zur akustischen Erfassung der Fledermausrufe sind mittlerweile preislich relativ gut erschwinglich. Die meisten Chancen auf Fledermaus-Sichtungen hat man kurz vor Sonnenaufgang, wenn man sich vor den Schlafquartieren der nächtlichen Jäger positioniert. Den Großen Abendsegler kann man im Herbst auch bereits in den Abendstunden am Rottenburger Friedhof Sülchen beobachten.

WissensGenuss Teil 2: Wildschweinbratwurst und Landschnecken – voller Genuss beim Schlemmen und Dazulernen

Dr. Ira Richling referierte über die Landschnecken am Spitzberg
Dr. Ira Richling referierte über die Landschnecken am Spitzberg

Die zweite Veranstaltung der diesjährigen WissensGenuss-Vortragsreihe (VIELFALT e.V. und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg) beschäftigte sich am 19.02.2020 mit dem „Faunenwandel der Landschnecken am Spitzberg“. Die Kuratorin für Weichtierkunde am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Frau Dr. Ira Richling, entführte ihre knapp 40 Zuhörerinnen und Zuhörer in die faszinierende Welt der Landschnecken.Leider hatte nur weniger als ein Drittel der Gäste zuvor das Angebot genutzt, sich mit Wildschweinbratwurst oder Alb-Leisa-Bratlingen, die jeweils mit leckeren regionalen Beilagen samt Nachtisch kredenzt wurden, kulinarisch auf einen spannenden Abend einzustimmen. VIELFALT-Geschäftsführer Kolja Schümann bedauerte diejenigen, denen die Köstlichkeiten aus dem Café Pausa/Mössingen entgangen waren und versuchte sich bei der Begrüßung in Erklärungsversuchen. Einzig die Angst vor einem Schneckenmenü könne dazu geführt haben, dass sich so wenige angemeldet hatten. Die Wissenschaftlerin, die im Rahmen ihrer Forschungsaufenthalte in Frankreich, Philadelphia, Florida, Polen, Großbritannien und Costa Rica schon die halbe Welt gesehen hat, beglückwünschte Schümann mit einem Augenzwinkern zu der Entscheidung, sich nun auch dem Spitzberg gewidmet zu haben.Es folgte ein reich bebilderter und sehr anschaulicher Vortrag, der offenlegte, wer alles im Verborgenen durch das Offenland am Spitzberg „kreucht“. Dr. Ira Richling versäumte es nicht, die gebannt Zuhörenden kurz über die Methodik ihrer Erhebungen im Trockensommer 2018 zu informieren, damit allen schnell klar wurde, dass man es im Folgenden mit sehr validen Daten zu tun hat. Der Referentin gelang es spielend, mit ihrer ansteckenden Begeisterung für die oft nur millimetergroßen Schnecken ein sehr anschauliches Bild der vorkommenden Schneckenfauna auf den untersuchten Grünlandstandorten (Halbtrockenrasen und Salbei-Glatthaferwiesen) am Spitzberg zu zeichnen.
Besonders spannend und auch teils erschreckend war dann der Vergleich der jüngsten Erhebungen mit den Ergebnissen, die vor gut 55 Jahren den Zustand der Schneckenfauna beschrieben. Dr. Ira Richling berichtete über Veränderungen, die sich anhand der 62.000 gefundenen Einzelindividuen (lebende Tiere und frische leere Gehäuse) nachweisen ließen. So hat nicht nur die Individuendichte, sondern auch die Flächenausbreitung der nachgewiesenen Arten deutlich abgenommen. Arten, von denen im alten Spitzbergbuch noch zu lesen war, dass sie in großer Zahl und an vielen Fundorten vorkommen, waren teilweise nur noch vereinzelt und mit wenigen Individuen zu finden. Fr. Dr. Richling war sich auf Nachfrage sicher, dass dies kaum das Resultat des besonders trockenen Sommers war, in dem ihre Untersuchungen stattfanden, sondern die Erklärung in der Veränderung und Vereinheitlichung der Vegetationsstruktur zu finden ist. Die Erkenntnis, dass ausgerechnet thermophile, also wärmeliebende, Arten wie die Quendelschnecke Candidula unifasciata, die Dreizahn-Turmschnecke Chondrula tridens, die Kleine Schließmundschnecke Clausilia rugosa, die Wulstige Kornschnecke Granaria frumentum, die Gemeine Heideschnecke Helicella itala und die Moospuppenschnecke Pupilla muscorum besonders vom Rückgang betroffen und teilweise verschwunden sind, überraschte das Publikum. In Zeiten des am Spitzberg deutlich spürbaren Klimawandels wäre doch zu erwarten gewesen, dass diese Arten sogar profitieren. Diese Annahme war aber schnell wiederlegt, indem die Museumkuratorin sehr präzise die Ansprüche der Arten beschrieb, die sich auf die Beschaffenheit bzw. strukturellen Merkmale der Habitate beziehen. So fehlt es den Tieren in den homogenen Wiesen an offenen Bodenstellen, höheren Strukturen auf die sie sich vor der großen Hitze in Bodennähe flüchten können und überhaupt an Kleinstrukturen, die unter dem „Filz der Wiesen“ verschwunden sind.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Gäste sehr aufmerksam zugehört hatten und so sehr gezielte Fragen stellen konnten, die sehr bereitwillig und verständlich beantwortet wurden. Am Ende gab es dann sogar Tipps, wie man bspw. der ungeliebten Spanische Wegschnecke Einhalt gebieten kann OHNE die gesamte Schneckenfauna mit Schneckenkorn zu vernichten. Keine(r) der den Hörsaal West der Hochschule an diesem Abend verlies, hat fortan ein Bild von Schnecken als „böse Schädlinge“ im Kopf. In diesem Sinne war es Kolja Schümann auch wichtig, den Abend nicht mit Maßnahmen gegen, sondern für Schnecken zu beschließen. Auch hierzu gab es natürlich dienliche Tipps, um Gärten durch Stein- und Reisighaufen sowie letztlich einer schönen Strukturvielfalt für Schnecken attraktiv zu gestalten. Denn wir sollten uns bewusst machen, dass viele der kleinen Kerle nämlich für Ordnung und guten Boden sorgen, in dem sie sich vor allem an abgestorbenen Pflanzenteilen gütlich tun.

Informieren, beobachten, handeln – PLENUM will Wildbienenschutz in Gomaringen unterstützen

Einweihung von Wildbienenhaus und Infotafel am Gomaringer Schloss
Einweihung von Wildbienenhaus und Infotafel am Gomaringer Schloss

Über den Rückgang unserer Insekten und dessen Ursachen kann man viel und vortrefflich diskutieren. Es gibt jedoch Fakten, die man nicht ignorieren sollte. So gab zuletzt das landesweite Insekten-Monitoring der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg klare Hinweise, dass auch bei uns im Land ein deutlicher Rückgang zu beklagen ist. Ein wichtiges Beispiel sind in diesem Kontext die Wildbienen. Aufgrund einer besonders guten Anpassung bzw. hohen Spezialisierung reagieren viele Arten sehr sensibel auf Veränderungen ihrer Lebensräume. Mit dem Verlust an Nutzungs- und Strukturvielfalt gingen zuletzt wichtige Nahrungsangebote verloren und die Verfügbarkeit geeigneter Nistmaterialien und -plätze nahm ab. Von den in Deutschland bekannten 566 Wildbienenarten leben rund 460 in Baden-Württemberg. Insgesamt ist mehr als die Hälfte dieser Arten gefährdet und mehrere Arten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht.Die Analysen von Verschiebungen des Artenspektrums und der jeweiligen Zahlen sind wichtig, beinahe noch wichtiger ist aber, dass gehandelt wird. Und genau das tut die Bürgerstiftung Gomaringen mit Unterstützung der Kommune. Landrat Joachim Walter lobte am 18.02.2020 anlässlich der Einweihung eines Wildbienenhauses mit Infotafel am Gomaringer Schloss das engagierte Ehrenamtsprojekt der Bürgerstiftung Gomaringen. Er ließ keine Zweifel aufkommen, dass VIELFALT-Fachbeirat und -Vorstand Mitte Mai positiv über eine Förderung durch PLENUM Landkreis Tübingen (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) befinden werden. Auf diese Weise können die lokalen Akteure einen wichtigen Aufklärungsbeitrag leisten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden an diese friedliebenden Tiere herangeführt und über ihre besonderen Ansprüche und Gefährdungssituation informiert. Dazu werden insgesamt vier Wildbienenstationen entstehen. Die Informationstafeln werden gemeinsam mit dem Wildbienenexperten Meinrad Lohmüller (Rottenburg) erstellt und bieten in Kombination mit Modell-Bienenhäusern gutes Anschauungsmaterial. Letztere wurden mit viel Hingabe von der „Bänkla-Gruppe“ der Bürgerstiftung Gomaringen ehrenamtlich gefertigt und aufgestellt. Die Gäste konnten sich beim Pressetermin von der hervorragenden Qualität und hoher Handwerkskunst überzeugen. Die Wildbienen werden dies tun, sobald es wärmer wird.Auch VIELFALT-Geschäftsführer Kolja Schümann freute sich über das neue Angebot für einige in Hohlräumen nistende Wildbienenarten und die interessierte Öffentlichkeit. Für den Erfolg sei es aber letztlich entscheidend, dass die Lebensräume erhalten werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass VIELFALT e.V. über das PLENUM-Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg und die Tätigkeit als Landschaftserhaltungsverband auch in den nächsten fünf Jahren viel Positives dazu wird beitragen können.

REGIONAL GENIAL – VIELFALT e.V. erhält Auszeichnung von Minister Peter Hauk

Urkundenübergabe durch Minister Peter Hauk

Am 17.02.2020 wurde VIELFALT e.V. auf der INTERGASTRA 2020, Deutschlands größter Messe für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung, von Minister Peter Hauk für das Engagement als Regional-Initiative ausgezeichnet.
Mit dem Verein wurden rund 30 Initiativen gewürdigt, die sich erfolgreich für die Verwendung ihrer Regionalprodukte in der Gastronomie oder deren Vermarktung insgesamt einsetzen. Beim „Treffpunkt der Regionen“ auf der DEHOGA-Bühne lobte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz alle Botschafter der Regionalität. Er dankte dafür, dass im Land Baden-Württemberg tolle Strukturen geschaffen wurden, um den Menschen den Wert der regionalen Produkte zu vermitteln. Ein besonderes Lob ging eingangs an die Initiative „Schmeck den Süden“ und die beteiligten Gastronomen, die dieses Projekt mit viel Herzblut in hervorragender Qualität vorantreiben.
Wir freuen uns über diese Anerkennung und danken Minister Hauk und der DEHOGA Tourismus GmbH. Es war wirklich eine unterhaltsame und kurzweilige Präsentation, die den Gästen die kulinarische Schatzkammer des Landes sicher nähergebracht hat.

Von der Motorsäge bis zum ferngesteuerten Forstmulcher - Maschinenvorführung zur Heckenpflege stieß auf reges Interesse

Maschinenvorführung zur Heckenpflege
Maschinenvorführung zur Heckenpflege

Am Freitag, 7. Februar fand die von Landratsamt Tübingen und VIELFALT e.V. organisierte Maschinenvorführung zur Heckenpflege in Hirrlingen statt.
Hecken in der freien Landschaft können wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen darstellen, wenn sie fachgerecht gepflegt werden. Nachdem am 8.11.19 bereits ein Theorie-Seminar in Rottenburg-Weiler stattfand, folgte nun der Praxisteil mit über 30 Teilnehmern, darunter Landwirte, Bauhofmitarbeiter, Naturschutzvereine und interessierte Privatpersonen.
Dank der Unterstützung zahlreicher lokaler Akteure (Gemeinde Hirrlingen; Firma IRUS Motorgeräte, Salmendingen; Landschaftspflegeunternehmen Zimmermann, Bodelshausen, und Schneider, Dußlingen; Interessengemeinschaft Vogelschutz Hirrlingen) konnte eine große Bandbreite an Maschinen für die unterschiedlichsten Ziele bei der Heckenpflege demonstriert werden: von der Motorsäge zur kleinräumigen Biotoppflege, über vertikale Sägeblätter zur Verkehrssicherung, einen kleinen ferngesteurten Mulcher für Böschungen, bis zum großen Forstmulcher für großflächige Arbeiten. Durch begleitende Erläuterungen und rege Diskussionen mit den Teilnehmern wurde klar, dass es je nach Zielstellung verschiedenste Wege zur fachgerechten Heckenpflege gibt.

Initiative Artenkenntnis: Programm "Youth in Nature" (Anmeldefrist 15.04.2020)

Die Initiative Artenkenntnis des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e.V., unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat es sich zum Ziel gesetzt, fundiertes Wissen im Bereich Artenkenntnis zu vermitteln.
Die Natur und ein intaktes Ökosystem sind unser aller Lebensgrundlage. Der Verlust an Lebensraum hat daher nicht nur direkte Auswirkungen auf die Biodiversität, sondern führt zu weitreichenden Problemen in unserer Ernährungssicherung, bei der Klimaregulation und beeinträchtigt damit auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Nach den zahlreichen Alarmrufen von Expertinnen und Experten sowie der medialen Berichterstattung ist das Wissen um den Rückgang der Artenvielfalt in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Doch die Artenkenntnis selbst geht seit Jahren allmählich verloren und damit auch unsere Fähigkeit, diese Arten zu schützen und zu bewahren.

Um diesem Wissensverlust entgegenzuwirken können sich Jugendliche (12-18 Jahre) aus Baden-Württemberg zu dem zweijährigen Programm "Youth in Nature" anmelden. Geleitet von Arten-Experten werden Gruppen in den Großräumen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen sowie am Bodensee gegründet. Diese besuchen gemeinsam Museen, Forschungsreinrichtungen und Naturschutzzentren, führen Exkursionen durch und lernen Techniken und Methoden zur Beobachtung und Bestimmung von Tieren und Pflanzen.

Anmeldeschluss ist der 15.04.2020.
Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.initiative-artenkenntnis.de/2019/12/23/118/

WissensGenuss Teil 1

WissensGenuss Teil 1 am 05.02.2020: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Kulinarische Einstimmung und Vortrag "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" mit Prof. Dr. Thomas Gottschalk


Am 05.02.2020 startete die diesjährige WissensGenuss-Vortragsreihe des Vereins VIELFALT. Dieses Jahr steht die vierteilige Reihe, die Teil des größeren Veranstaltungsprogramms "Den Landkreis Genießen 2020" ist, ganz im Zeichen des Spitzbergs und findet in Kooperation mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt.

Der Abend startete um 17:30 mit einem regionalen Vesper des Café Pausa: Wildschweinwürsten mit Zwetschgenketchup, Linsen-Apfel-Salat sowie Dinkelquark mit Streuobst-Apfelkompott und karamellisierten Walnüssen. Neben Streuobst-Apfelschorle wurden dazu regionale Weine und Most gereicht. Die Besucher konnten sich somit von der kulinarischen Vielfalt heimischer und naturschonend erzeugter Produkte überzeugen und gestärkt den anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Thomas Gottschalk zum Thema "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" genießen. Dazu fanden sich schließlich rund 60 Interessierte im Hörsaal West der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ein. 
Dieser erste Vortrag der WissensGenuss Reihe führte in die Landschaftsveränderungen am Spitzberg und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Artenvielfalt ein. Herr Gottschalk stellte die verschiedenen untersuchten Tiergruppen und die dabei angewandten wissenschaftlichen Methoden vor und begeisterte die Anwesenden durch seine zahlreichen eindrucksvollen Aufnahmen.

Die folgenden drei WissensGenuss Vorträge finden ebenfalls an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt:

"Landschnecken am Spitzberg" - Dr. Ira Richling, Staatliches Naturkundemuseum Stuttgart (19.02.2020)

"Fledermäuse am Spitzberg" - Ingrid Kaipf, Vorsitzende der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg (04.03.2020)

"Reptilien und Amphibien am Spitzberg" - Dr. Thomas Bamann, Regierungspräsidium Tübingen (18.03.2020)

Bei den Referenten handelt es sich um Autoren des Ende 2019 erschienenen Werkes "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz", herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Gottschalk, welches durch PLENUM-Projektmittel unterstützt wurde. Mit großem Einsatz brachte Herr Gottschalk hierfür 40 Fachexpertinnen und -experten zusammen, welche neben den landschaftlichen Veränderungen auch deren Auswirkungen auf die Artenvielfalt am Spitzberg in umfangreichen wissenschaftlichen Erfassungen untersuchten. Die Ergebnisse wurden dabei in allgemeinverständlicher Art aufbereitet und mit einer Vielzahl eindrucksvoller Bilder und spannender Details zur Nutzungs- und Landschaftsgeschichte ergänzt.

Bitte beachten Sie, dass der kulinarische Teil der folgenden WissensGenuss Veranstaltungen - entgegen bisheriger Ankündigungen - eine halbe Stunde später und damit erst um 18 Uhr beginnt. Für das Essen ist eine Anmeldung erforderlich (jeweils bis Montag 12 Uhr vor der jeweiligen Veranstaltung über info@vielfalt-kreis-tuebingen.de).
Die Vorträge (Beginn jeweils 19 Uhr) können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ startet am 1. Februar 2020

Am 1. Februar 2020 startet der bundesweite Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“.Alle Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland sind eingeladen, sich am Wettbewerb mit Projektideen zur Förderung von Stadtnatur und zum Schutz von Insekten in Siedlungsräumen zu beteiligen. Die 40 besten Projektideen werden von einer Jury ausgezeichnet und mit jeweils 25.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Projektideen unterstützt.  Wettbewerbsbeiträge können bis zum 31. Mai 2020 unter wettbewerb-naturstadt@kommbio.de eingereicht werden. Ausführliche Informationen und alle Unterlagen zur Teilnahme am Wettbewerb stehen unter www.wettbewerb-naturstadt.de zur Verfügung.

Schwäbischer Heimatbund und Sparkassen belohnen Pflege und Entwicklung von Kulturlandschaften

© VIELFALT e.V.

Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich in Württemberg vorbildlich um den Erhalt traditioneller Landschaftsformen kümmern, können sich um den Kulturlandschaftspreis 2020 bewerben.
Einsendungen sind bis zum 31. März möglich.
Weitere wichtige Informationen zum Kulturlandschaftspreis und die aktuelle Ausschreibungs-Broschüre 2020 im pdf-Format gibt es auf der Homepage Schwäbischer Heimatbund.

NaturErlebnis Woche der Akademie für Natur- und Umweltschutz

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Akademie für Natur- und Umweltschutz die NaturErlebnis Woche (01. Mai – 10. Mai) mit vielen spannenden Mitmachaktionen in der Natur. Veranstalter können auf der Internetseite der Akademie für Natur- und Umweltschutz eigene Veranstaltungen rund ums Thema Natur hochladen und bewerben.
Nähere Informationen unter: https://umweltakademie.baden-wuerttemberg.de/naturerlebniswoche

Lebensraum gemeinsam gestalten – Rebhuhn-Fachtagung auf der Liebfrauenhöhe zeigt Handlungsbedarf auf und appelliert an die Politik

© VIELFALT e.V.

Am 28. und 29.11.19 fand auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg am Neckar die Rebhuhn-Fachtagung statt, ausgerichtet von NABU Baden Württemberg, Ornithologischer Gesellschaft Baden-Württemberg, Allianz für Niederwild und VIELFALT e.V.. Über 180 Teilnehmer überwiegend aus dem Bereich Naturschutz waren bei der Fachtagung am Donnerstag dabei.
Bei der Exkursion am Freitag in das Projektgebiet im Landkreis Tübingen konnten die Teilnehmer die Maßnahmenflächen sehen, auf denen mehrjährige Blühflächen angelegt wurden. Diese bieten dem Rebhuhn Schutz vor Prädatoren, Nistplätze und ein Habitat zum Überwintern. Die Maßnahmen zeigen Wirkung. Waren es im Jahr 2015 nur noch 30 Paare, ist die Zahl der Paare auf 50 bis zum Jahr 2018 angestiegen. Die Abwärtsspirale konnte gestoppt werden.
Endgültig gesichert ist die Existenz jedoch noch lange nicht. Ein klarer Appell der Tagung geht an die Politik. Landwirte die Maßnahmen umsetzen wollen, sollten angemessen entschädigt werden und eine Kombination verschiedener Fördermittel sollte möglich sein. Zudem ist der bisherige Schwerpunkt von einjährigen Blühbrachen im FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) auf mehrjährige Blühflächen umzulegen, um eine Fallenwirkung zu vermeiden.
Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Mitwirkenden, Initiatoren, Referenten und Helfer für die interessante und reibungslos verlaufene Veranstaltung.

Professor Thomas Gottschalk präsentierte stolz sein Buch „Der Spitzberg. Landschaft, Biodiversität und Naturschutz“ im Landratsamt Tübingen vor großem Publikum

© VIELFALT e.V.

Nach knappen drei Jahren ist es endlich soweit. Das neue Buch über den Spitzberg ist da und wurde am 27.11.19 feierlich im Landratsamt in Tübingen präsentiert. Insgesamt waren 39 Autorinnen und Autoren am Buch beteiligt. Das Werk wurde unter anderem aus PLENUM- Mitteln finanziert und unter der Leitung von Professor Thomas Gottschalk von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg verfasst.
5892 Tier- und Pflanzenarten werden in dem Buch beschrieben, welche auf dem Spitzberg vorkommen. Das sind 25,8 Prozent aller Arten, die in Baden-Württemberg vorkommen, obwohl der Spitzberg nur 0,017 Prozent der Landesfläche ausmacht. Diese Zahlen zeigen die Vielfalt an Arten, die auf dem Spitzberg vorkommen und machen den naturschutzfachlichen Wert des Bergzuges, welcher sich von Wurmlingen bis Tübingen zieht, deutlich.

Reges Interesse und neue Ideen für die nächsten fünf Jahre PLENUM - beim PLENUM-Fachtag am 19.11.2019 im Landratsamt in Tübingen wurde in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen über die Themenbereiche Naturschutz, regionale Vermarktung und Tourismus aktiv diskutiert.

© VIELFALT e.V.
Großer Sitzungssaal © VIELFALT e.V.

Beim PLENUM-Fachtag haben sich über 120 regionale Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen getroffen und ihre Ideen für die nächsten 5 Jahre PLENUM (2020-2025) ausgetauscht. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem regionalen Mittagsimbiss und Sektempfang. Hier konnten die Teilnehmer die Leckereien der Region schmecken. Anschließend wurden die Teilnehmer durch den ersten Landesbeamten Herr Messner begrüßt.
Vera Reifenstein vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg referierte zunächst über die Vorgehensweise für die PLENUM-Verlängerung.
Kolja Schümann, der Geschäftsführer von VIELFALT e.V., erläuterte dann die Besonderheiten des PLENUM-Gebietes im Landkreis Tübingen. Ulrich Gehrlein vom Institut für Ländliche Strukturforschung und Siegfried Demuth vom Institut für Botanik und Landschaftskunde stellten die vorläufige PLENUM-Halbzeitevaluation vor. Dabei zeigte sich, dass PLENUM sehr stark im Bereich Naturschutz und Landwirtschaft wirkt. Die wichtigsten Antragsteller waren in den letzten sechs Jahren (2013-2018) landwirtschaftliche Betriebe (28%) und Gewerbetreibende (28%).
          
Nach Kaffee und Kuchen ging es in thematischen Arbeitsgruppen weiter. Insgesamt fünf verschiedene Arbeitsgruppen zu den Themen Zukunftsfähige Streuobstwiesen, Nachwuchsgewinnung Streuobst, Genuss-Tourismus, regionale Vermarktung und Waldweide wurden gebildet. Die Ergebnisse wurden abschließend vorgestellt.
Als besonders wichtig wurde in allen Arbeitsgruppen die bessere Vernetzung der einzelnen Akteure genannt. Wissensaustausch, gerade in Bereichen, in denen das Interesse der Bevölkerung mehr und mehr schwindet, ist von besonderer Bedeutung. Dadurch kann die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen, die regionale Vermarktung, die Bündelung von touristischen Angeboten und somit die regionale Wertschöpfung in Kombination mit Natur und Umwelt funktionieren.
Wir danken allen Teilnehmern, Referenten und Helfern für ihr Interesse, Engagement und die gelungene Veranstaltung. Gespannt schauen wir auf die nächsten fünf Jahre und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und offene Diskussionen.
                
Die wichtigsten Informationen vom PLENUM-Fachtag und Genaueres zur PLENUM-Fortschreibung können Sie nachlesen unter: www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/plenum-fortschreibung

Erste Heckenpflegeschulung des Landratsamts Tübingen und VIELFALT e.V. gut besucht

Die Heckenpflegeschulung, welche am Freitag 08.11.2019 im Bürgerhaus in Weiler stattfand, war gut besucht. Insgesamt waren 21 Teilnehmer dabei, darunter Landwirte, Bauhofmitarbeiter, Naturschutzvereine und interessierte Privatpersonen. Nach den Fachvorträgen von Renate Müßler, Karin Kilchling-Hink, Martin Bernhardt und Torsten Teichert ging es noch ins Gelände, um gepflegte Hecken in verschiedenen Stadien zu begutachten und den theoretischen Teil der Heckenpflegeschulung zu verfestigen. Geplant ist Anfang 2020 eine Folgeveranstaltung, bei der verschiedene Geräte zur Pflege von Hecken vorgestellt werden sollen.

Ohne Pollen keine Nachkommen – im neuen Staudenbeet der Martin-Luther-Kirche finden Wildbienen, was sie brauchen

Das im Mai dieses Jahrs an der Martin-Luther-Kirche angelegte Modellbeet für Wildbienen erfreut sich bereits großer Beliebtheit und hat schon in den ersten Monaten eine Vielzahl von Wildbienenarten angelockt. Bei der öffentlichen Vorstellung des Staudenbeets am 14.09.2019 berichtete Wildbienenexperte Dr. Paul Westrich den rund 60 anwesenden Gästen von seinen Beobachtungen dieses Sommers und erläuterte die Grundlagen der wildbienengerechten Beetgestaltung, die hier zum Erfolg geführt haben. Seit Mai blühen Glockenblumen, Margeriten, Wiesensalbei, Blutweiderich, Knautie, Rainfarn und noch viele weitere Stauden. Sie machen das neu angelegte Beet gegenüber der Martin-Luther-Kirche das ganze Jahr über zu einem attraktiven Nahrungsraum. Ausschließlich heimische Wildpflanzen bieten die benötigte Pollennahrung und setzen so ein Zeichen für Artenschutz und Artenvielfalt. Aber auch Honigbienen und Schmetterlinge nutzen das Nahrungsangebot. Schon bald konnten die ersten Wildbienenarten gesichtet werden, darunter die Glockenblumen-Scherenbiene, die Buckel-Seidenbiene und die Natternkopf-Mauerbiene, die auf bestimmte Pollenquellen angewiesen sind, für die die Auswahl der Staudenbepflanzung passgenau erfolgte.
Initialzündung dieses Projektes war ein von der Evangelischen Kirchengemeinde Mössingen und VIELFALT e.V. organisierter Vortragsabend mit Dr. Paul Westrich. Westrich berichtete über die vielfältige Bedeutung, die Pflanzen im Leben der Wildbienen haben und nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine beeindruckende Reise in die Welt der faszinierenden Fluginsekten. Durch dort erbrachte Spenden und zusätzliche PLENUM-Mittel konnten dann wildbienenfreundliche Stauden angeschafft und eine Informationstafel entworfen werden. Paul Westrich ist auch der fachliche Begleiter des Staudenbeets und hat die Pflanzenauswahl betreut. Gekauft wurden die Stauden zudem regional hier im Landkreis, so dass keine weiten Transportwege nötig waren. Über allen ökologischen Nutzen hinaus dient dieses Beet aber auch uns Menschen, erfreut die Augen und zaubert in so manches Gesicht ein Lächeln. Zwar haben zahlreiche Wildbienenarten bereits Pollen und Nektar gesammelt und ihr Brutgeschäft für diese Saison erfolgreich beendet, bei der offiziellen Vorstellung des Projektes am 14.09.2019 zeigten sich aber doch einige Arten in Aktion. Neben der Buckel-Seidenbiene, die die Blüten des für sie als Pollenquelle überlebenswichtigen Rainfarns besuchte, war als Winzling des Tages die nur ca. 4,5-7 mm große Gewöhnliche Maskenbiene emsig damit beschäftigt, Pollen zu sammeln. Auch die Gelbbindige Furchenbiene und die Efeu-Seidenbiene ließen sich für kurze Zeit einfangen und genau betrachten. Am Ende der Führung präsentierte sich die allein aufgrund ihrer Größe (20-30 mm) sehr eindrucksvolle Blauschwarze Holzbiene noch ihrem wissbegierigen Publikum. Die Funde sind ein lebender Beweis für die zielgenaue Gestaltung der Fläche.

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