Aktuelles

Das Julius Kühn-Institut warnt, unbestellte Pflanzensamen nicht aussäen!

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Mostsaison 2020: Termine der Mostereien im Landkreis Tübingen ab sofort online verfügbar

Genaue Infos zu den Annahmezeiten und den Mostereien finden Sie in unserer interaktiven Karte

Wettbewerb 2021 zur Aktion „Unsere Heimat & Natur“ von EDEKA Südwest in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nature Life-International

Das Handelsunternehmen EDEKA Südwest, das sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit engagiert, unterstützt die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch den Wettbewerb „Lebendige Landschaft und Lebensmittel: Heimat und Biotopverbund", der in Zusammenarbeit mit der Stiftung NatureLife-International als Beitrag zum praktischen Naturschutz durchgeführt wird.

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Neue Direktvermarkter-Broschüre im Landkreis Tübingen

Unter dem Motto »Aus´m Kreis- oifach guad!« hat der Landkreis Tübingen die beliebte Direktvermarkter-Broschüre neu aufgelegt. In der Broschüre stellen insgesamt 133 Erzeuger- und Direktvermarkterbetriebe im Kreis Tübingen ihr vielfältiges Angebot dar.
http://www.kreis-tuebingen.de/,Lde/307688.html

Sonderförderung 2020 für Projekte zur Naturschutz- und Umweltpädagogik

Mit der Sonderförderung unterstützt die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Jahr 2020 zusätzlich Projekte zum Thema Naturschutz- und Umweltpädagogik mit dem besonderen Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Antragsberechtigt sind gemeinnützige nicht-staatliche Umwelt- und Naturschutzzentren und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg, deren Tätigkeitsschwerpunkt auf dem Gebiet Naturschutz- und Umweltpädagogik liegt.
 
Im Rahmen der Sonderförderung können vielfältige Aktivitäten gefördert werden, beispielsweise die Durchführung praktischer Maßnahmen in Verbindung mit Umweltbildung, Umweltpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Durchführung von Bildungs- und Informationsveranstaltungen oder projektbezogene Investitionen, etwa für die Anschaffung von Geräten, bauliche Maßnahmen, Grunderwerb im Zusammenhang mit einer Maßnahmenumsetzung.
 
Die Zuwendung erfolgt als Vollfinanzierung oder Teilfinanzierung und kann bis zu einer Höhe von 20.000 Euro für ein Projekt gewährt werden; Anträge auf eine Zuwendung von weniger als 5.000 Euro können nicht berücksichtigt werden. Die Ausschreibung „Sonderförderung 2020“ finden Sie hier.
 
Die Ausschreibung zur „Sonderförderung 2020“ endet am 30.11.2020, d.h., bis zum 30.11.2020 können Anträge auf Förderung aus den für die „Sonderförderung 2020“ zur Verfügung stehenden Mittel beantragt werden.
 
Ausblick: Auch im Jahr 2021 wird die Stiftung Naturschutzfonds zusätzlich Projekte zum Thema Naturschutz- und Umweltpädagogik mit dem besonderen Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern. Informationen zur Ausschreibung der „Sonderförderung 2021“ und die Antragsunterlagen werden Anfang November 2020 ebenfalls auf der Website der Stiftung Naturschutzfonds zur Verfügung gestellt.
 
https://stiftung-naturschutz.landbw.de/sonderfoerderung

Regionale Woche Rottenburg 5.-10. Oktober 2020

Nach aktuellem Stand sind Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bis Ende Oktober untersagt. Somit musste der geplante Goldenen Oktober mit Regionalmarkt und verkaufsoffenem Sonntag am 04. Oktober 2020 absagt werden.

Die WTG bietet nun alternativ eine „Regionale Woche“ vom 05. - 10. Oktober 2020 an, um die Veranstaltung zeitlich und räumlich zu entzerren. Diese Woche soll regionalen Anbietern die Möglichkeit geben, sich trotz der aktuellen Lage in der Innenstadt von Rottenburg zu präsentieren und Produkte zu verkaufen. Zudem wird es in dieser Woche einen verkaufslangen Freitag und Samstag bis 20 Uhr geben.

Die Aktion wird immer unter Vorbehalt und Berücksichtigung der aktuellen Situation und Corona-Verordnung durchgeführt. Jeder Teilnehmer ist für die Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Verordnung verantwortlich.

Sollten Sie Interesse haben, an der Regionalen Woche teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei der WTG (balm@wtg-rottenburg.de).

MOSCHT! und MOSCHT!-Schorle bereichern die PLENUM-Produktfamilie

Der Klassiker: Most aus Apfel und Birne von der Streuobstwiese der Familie Schmid; © Streuobstgut Tübingen

Seit 1977 bewirtschaftet Familie Schmid Streuobstwiesen in der Region Tübingen. Der zentrale Tätigkeitsbereich ist die Ernte und Weiterverarbeitung der Früchte zu hochwertigen Streuobstprodukten. Seit August 2020 vermarktet Familie Schmid unter ihrem Betriebsnamen Streuobstgut Tübingen nun auch MOSCHT! (Apfel-Birnenwein) und MOSCHT!-Schorle (Apfel-Birnenwein mit saurem Sprudel). Die beiden Erzeugnisse bereichern die PLENUM-Produktfamilie nicht nur durch ihr modernes Design, sondern vor allem durch das praktische Gebinde: 0,33 l-Flasche.
Wir freuen uns, dass über das Förderprogramm PLENUM die Entstehung der beiden Produkte unterstützt werden konnte. Bezuschusst wurde die Entwicklung des neuen Betriebslogos und der Produktetiketten. Das Vorhaben war förderfähig, weil die Produkte von Familie Schmid einen Naturschutzbeitrag ermöglichen. Durch den Verkauf der Produkte rentiert sich die aufwendige Bewirtschaftung naturschutzwichtiger Streuobstwiesen im Landkreis Tübingen.
 

Ergänzend zum Klassiker gibt es die die MOSCHT!-Schorle mit saurem Sprudel; © Streuobstgut Tübingen

Nähere Infos zum Streuobstgut Tübingen: www.streuobstgut.de

Die Presse berichtete:
Der Beitrag von RTF1 am 09.08.2020
Schwäbisches Tagblatt vom 11.08.2020

Birnbäume als Botschafter der Streuobstwiesen - Hagellocher Birnenweg eröffnet

Anstoßen auf die Eröffnung des Hagellocher Birnenwegs
Anstoßen auf die Eröffnung des Hagellocher Birnenwegs

Am 04.08.2020 wurde der Hagellocher Birnenweg "Streuobstriesen" offiziell eröffnet und der Presse präsentiert. Der Dorf- und Kulturverein Hagelloch e.V. (DOKU) hat - mit Hilfe einer PLENUM-Förderung und fachlicher Unterstützung durch VIELFALT e.V. - einen 5,7 km langen Rundweg realisiert und mit 9 Infotafeln, Markierungen bedeutender Birnbäume und einer begleitenen Broschüre ausgerüstet.
Durch den Birnenweg ist es dem DOKU gelungen, "die Birnbäume aus ihrem Schattendasein zu holen und zu Leuchttürmen und Botschaftern der Streuobstwiesen zu machen", lobte der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner. Der Rundweg macht Spaziergänger, Touristen und Streuobst-Interessierte auf die besondere Bedeutung von großen Birnbäumen und den naturschutzfachlichen Wert der heimischen Streuobstwiesen aufmerksam. Auch Oberbürgermeister Palmer hob hervor, dass die Kulturlandschaft gepflegt werden muss und dass der Birnenweg ein gutes Mittel ist, dies der Öffentlichkeit klar zu machen.
Weitere Informationen und die Karte und Broschüre zum Birnenweg gibt es unter: http://www.doku-hagelloch.de/birnenweg-hagelloch.html

Per Mausklick zum Streuobstwiesen-Stückle - "MyStückle.de" wurde erweitert

Pressetermin MyStückle auf der Olgahöhe Mössingen
Die Projektpartner informierten auf der Streuobstwiese über die Erweiterung von "MyStückle.de"

Schon seit 2015 gibt es in Mössingen das PLENUM-Projekt „myStückle.de“ - eine Online-Plattform, auf der die Stadt und der Verein "Netzwerk Streuobst Mössingen" Wiesengrundstücke verpachten. Das war so erfolgreich, dass von den bisher erfassten Wiesen nur noch 13 übrig waren. Durch eine erneute PLENUM-Förderung war es nun möglich, den Internet-Auftritt zu verbessern und zu erweitern, so dass Interessierte nun auf aktuell 87 freie Pachtgrundstücke zugreifen können. Insgesamt umfasst die Plattform nun 453 Stückle mit über 3.300 Bäumen.
Am 23.07.2020 wurde die überarbeitete Plattform freigeschaltet und die Presse darüber informiert, inmitten der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe Mössingen.
Das Angebot von MyStückle richtet sich auch an junge Familien. Es sei immer Tradition gewesen, dass man mit der Familie zum Apfelernten gehe, sagte Ulrich Eder vom "Netzwerk Streuobst" dem SWR. Wobei es nicht nur um Äpfel geht, auch andere Obstbäume stehen zur Wahl: etwa Zwetschgen, Birnen oder Mirabellen. Im Online-Angebot gibt es Karten, die zeigen, wo welche Wiesen und Bäume frei sind.
Wer unerfahren ist, kann sich helfen lassen. Obst- und Gartenbauvereine zum Beispiel bieten regelmäßig Schnittkurse an. Auch das Netzwerk Streuobst hilft bei Bedarf weiter und leiht Geräte aus über den Streuobst-Geräteverleih "Schaff's gut".
Nebenbei sind die Pächter dann auch noch Pfleger der Kulturlandschaft. „Nur so bleibt der Lebensraum Streuobstwiese erhalten“, erklärte Fabian Roser von VIELFALT. Der PLENUM-Zuschuss soll dafür sorgen, dass von Schlüsselblume bis Wiesensalbei und von Halsbandschnäpper bis Wendehals viele Pflanzen und Tiere profitieren.

Die Presse zu myStueckle :
Beitrag auf RTF1 am 23.7.2020 (direkt zum Video)
Schwäbisches Tagblatt vom 24.7.2020

Einladung zum swt-Umweltpreis 2020

Zum siebten Mal in Folge suchen die Stadtwerke Tübingen regionale Projekte, die vor Ort einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Alle Gruppen, Vereine, Schulen und ökologischen Initiativen aus Tübingen und der Region sind herzlich eingeladen, sich um eine Förderung zu bewerben. 30.000 Euro stehen für die Umweltprojekte bereit. Am 28. September beginnt die Abstimmung.
Nähere Infos unter www.swt-umweltpreis.de

WICHTIG: Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Die VIELFALT-Geschäftsstelle ist für den Publikumsverkehr wieder eingeschränkt geöffnet. Bitte beachten Sie, dass der von uns genutzte Gebäudeteil aus Gründen des Infektionsschutzes für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Ohne eine vorherige Terminvereinbarung besteht derzeit KEIN Zugang zu unseren Büros!

Bestimmte Veranstaltungen dürfen wieder stattfinden (Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO).

Neue Broschüre zu Zecken von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

Nicht die Zecke an sich ist gefährlich, es sind vielmehr die durch Zecken übertragenen Krankheiten. Die DGUV Information 214-078 „Vorsicht Zecken“ informiert über beruflich bedingte Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit Zeckenstichen. Sie ist ein Leitfaden für präventive Maßnahmen und zeigt auf, was nach einem Zeckenstich zu beachten ist. Die Broschüre ist als pdf gratis einsehbar und gedruckt bestellbar unter folgendem Link: https://publikationen.dguv.de/regelwerk/informationen/2908/vorsicht-zecken

Fünf weitere Jahre PLENUM im Landkreis Tübingen – Umweltminister Franz Untersteller lobt großes Engagement zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Am 29. Juni 2020 hat Minister Franz Untersteller in feierlichem Rahmen die Urkunde zur Fortführung des PLENUM-Gebiets bis Ende Mai 2025 an Landrat Joachim Walter überreicht. Für die Förderung von Projekten, die dem Naturschutz im Landkreis dienen, stellt das Umweltministerium dafür insgesamt gut 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.
 
„Es ist großartig, was Sie für die Stärkung der biologischen Vielfalt im Land geleistet haben“, würdigte Untersteller bei der Überreichung der Urkunde in Bodelshausen die Tatkraft aller Beteiligten. Es sei nicht selbstverständlich, dass so vielen ehrenamtlich tätigen Menschen beispielsweise die Pflege und der Erhalt von Streuobstwiesen am Herzen liegen würden, fügte Untersteller hinzu. „Aber wir müssen unsere schöne und vielfältige Kulturlandschaft schützen. Neben dem Klimawandel gehört der Verlust der Artenvielfalt zu den drängendsten Aufgaben, die wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alle gemeinsam meistern müssen.“
 
Der Minister führte aus, wie es im Landkreis Tübingen zwischen 2013 und 2019 gelungen ist, mit mehr als 280 Projekten (Gesamt-Fördersumme etwa 1,5 Millionen Euro) die Integration des Naturschutzes in regionale Entwicklungsprozesse zu realisieren. Noch dazu habe es vorbildlich funktioniert, Menschen mit Behinderung, psychisch kranke Menschen und Langzeitarbeitslose in diese Prozesse einzubinden und so neue Teilhabe- und Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch die erst- und einmalig realisierte Kombination von PLENUM und LEV überzeuge ihn und habe die Kontinuität und den Gesamterfolg maßgebend befördert.
Als besondere Leistungen hob er die Unterstützung hervor, die VIELFALT e.V. als PLENUM-Geschäftsstelle bei der Eröffnung des Streuobst-Informationszentrums in Mössingen 2018 und bei der Planung und Umsetzung der Premiumwander- und Premiumspazierwege „Früchtetrauf“ geleistet habe. Gemeinsam mit den fünf Partner-Kommunen würde durch die Wanderwegekonzeption Erholungssuchenden die wertvolle Kulturlandschaft nähergebracht. Besonders lobende Worte fand er dann auch für die Förderung des Streuobstunterrichts an Grundschulen, mit denen die Jüngsten erreicht und ihr Verständnis für das geweckt würde, was es zu schützen gelte. Das Gesamtengagement diene letztlich sehr vielen Flächen in- und außerhalb von Schutzgebieten. Dazu zählen Streuobstwiesen, Magerrasen, eine Vielzahl von FFH-Mähwiesen, die besonderen Lebensräume des Steillagen-Weinbaus mit ihren zahlreichen Trockenmauern und viele andere mehr.
 
Landrat Joachim Walter bestätigte, dass die Fördergelder im Landkreis Tübingen „bestens angelegt“ seien und berichtete begeistert, dass man im Landkreis nach wie vor für „PLENUM lichterloh brenne“. Die Begeisterung, die ihm vor 2013 den nötigen Rückenwind verlieh, das Land von der Eignung des Landkreises als PLENUM-Projektgebiet zu überzeugen, sei ungebrochen. Auch „unter unserem Leitmotto ‚Schützen durch Nützen‘ konnte es gelingen, wertvolle Lebensräume und regionale Kreisläufe sowie den Erhalt unserer Artenvielfalt zu sichern“, hob Walter hervor. Als Beispiel für die erfolgreiche Arbeit im Artenschutz nannte er das PLENUM-geförderte Kooperationsprojekt zum Schutz des europaweit vom Aussterben bedrohten Rebhuhns. Zusammen mit den Projektpartner*innen und vor allem durch den Einsatz der zahlreichen Praxispartner*innen ist es im Rahmen des PLENUM-Projekts gelungen, den kontinuierlichen Rückgang der Rebhuhn-Reviere zu stoppen. Anschaulich skizzierte der Landrat, welche Schwerpunkte das „Regionale Entwicklungskonzept 2020-2025“ vorsieht, welches für die PLENUM-Fortschreibung in einem partizipativen Prozess erarbeitet wurde (einsehbar unter www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/download). Es gelte in diesem Sinne, „in allen Bereichen dran zu bleiben“ und insbesondere im Bereich der Regionalvermarktung noch mehr als bisher nach Innovationen zu suchen.
 
Mit seinen anschließenden Ausführungen gab Marcus Hölz, Geschäftsführer der AiS inklusiv gGmbH, einen schönen Einblick, wie PLENUM-Projekte Menschen mit und ohne Behinderung zusammenführen und Streuobstwiesen, die eigene Gastronomie und Regionalläden zu lebendigen Orten der Inklusion machen. Hölz betonte, wie hilfreich bei der Umsetzung seiner Projekte die enge und vertrauensvolle Kooperation sei, von der beide Seiten bisher und sicher auch in Zukunft profitieren würden. Nach einer kleinen Kostprobe aus der regionalen Küche des Café Pausa lud er alle Gäste zu einer Besichtigung der Bodelshäuser „Dorfmosterei“ ein, wo er zusammen mit dem bisherigen Pächter, Willi Kühbauch, die künftige Arbeit der Inklusionsfirma als Dienstleister für alle Streuobstbegeisterten vorstellte. Beide ließen keine Zweifel aufkommen, dass hier ein gesicherter Generationenübergang auf den Weg gebracht wurde. Auch Bürgermeister Uwe Ganzenmüller hatte bei seiner Begrüßung gleich betont, wie froh die Gemeinde sei, dass durch die Übernahme der Mosterei durch die AiS inklusiv gGmbH Stücklesbesitzer*innen auch in Zukunft ihr Streuobst weiterhin vor Ort in Lohn mosten lassen können. Dass hierfür und für andere Projekte in der Vergangenheit und auch in Zukunft Fördermittel des Landes zur Verfügung stehen, freute den Schultes ausdrücklich. Auch der vor der Moste ausgeschenkte Steinlachtäler Most und Cidre weckte die Vorfreude auf viele schöne PLENUM-Produkte und stimmten die Gäste genussvoll auf die zweite PLENUM-Förderperiode ein.

WissensGenuss Teil 3 – Fledermäuse am Spitzberg

Die dritte Veranstaltung der diesjährigen WissensGenuss-Vortragsreihe (VIELFALT e.V. und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg) beschäftigte sich am 04.03.2020 mit dem Thema „Fledermäuse am Spitzberg“. Die Vorsitzende der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg, Ingrid Kaipf, entführte ihre gut 30 Zuhörerinnen und Zuhörer in die faszinierende Welt der lautlosen Jäger der Nacht.Leider hatte nur weniger als ein Drittel der Gäste zuvor das Angebot genutzt, sich mit Wildschweinbratwurst oder Dinkel-Hafer-Bratlingen, die jeweils mit leckeren regionalen Beilagen samt Nachtisch kredenzt wurden, kulinarisch auf einen spannenden Abend einzustimmen. VIELFALT-Mitarbeiter Fabian Roser bedauerte diejenigen, denen die Köstlichkeiten aus dem Café Pausa/Mössingen entgangen waren und versuchte sich bei der Begrüßung in Erklärungsversuchen. Es lag vielleicht an der Genügsamkeit der asketischen Gäste, die vom Wissen allein leben.Es folgte ein reich bebilderter und sehr anschaulicher Vortrag, der offenlegte, wer alles im Dunkel der Nacht am Spitzberg fliegt. Zu Beginn des Vortrags ging Ingrid Kaipf kurz auf die Evolution der Fledermäuse ein, die ersten Fledermäuse gab es bereits vor über 50 Millionen Jahren! Anschließen erklärte Frau Kaipf, wie man Fledermäuse überhaupt im Dunkel der Nacht erfassen kann: die Ultraschallrufe der Fledermäuse, die diese zur Echoortung verwenden, können mit technischen Geräten aufgezeichnet werden und durch Auswertung der je nach Fledermausart verschiedenen Rufe kann man dann feststellen, welche Arten im Gebiet vorkommen. 2018 erfolgten solche Erfassungen durch 18 stationäre Geräte und zahlreiche mobile Erfassungen, bei denen Frau Kaipf mit einem mobilen Gerät nachts bestimmte Transekte ablief. So wurden insgesamt 110.00 Rufsequenzen aufgezeichnet und es konnten mindestens 14 Fledermausarten nachgewiesen werden. Die große Artenvielfalt ist vor allem durch die Vielfalt der Lebensräume am Spitzberg und die günstige Lage als Trittstein zwischen Schönbuch, Neckar und Rammert bedingt.
Einige Fledermausarten, die entweder selten sind oder einen speziellen Bezug zum Naturraum oder Tübingen haben, stellte Frau Kaipf anschließend noch genauer vor. Zum Schutz der seltenen Mopsfledermaus läuft aktuellen ein bundesweites Projekt. Am Spitzberg gab es immerhin 3 Nachweise der Art. Die Mopsfledermaus schläft im Sommer unter abgeplatzter Rinde, einige Individuen überwintern in der Siebentälerhöhle im Katzenbachtal. Der Große Abendsegler kommt am ganzen Spitzberg vor und schläft im Sommer in Baumhöhlen. Die Tiere gehen kurz vor Dämmerungsanbruch auf die Jagd und ihre Rufe sind für das menschliche Ohr hörbar. Die Bestände des Grauen Langohrs nahmen in letzter Zeit bundesweit massiv ab, weil der Lebensraum Streuobstwiese bundesweit abnahm. An den Rändern Spitzberg konnten jedoch noch Exemplare nachgewiesen werden. Das Graue Langohr sammelt den Großteil seiner erbeuteten Insekten direkt von den Blättern der Bäume ab. Das Graue Mausohr hat ein großes Sommerquartier im Tübinger Schloss. Es jagt größtenteils Laufkäfer auf dem Boden, braucht also vergleichsweise lichte Wälder. Abschließend gab die Expertin noch Empfehlungen ab, was man in Zukunft tun kann, um das Quartier- und Nahrungsangebot für Fledermäuse am Spitzberg zu sichern und ggf. sogar noch zu verbessern: Erhalt der Streuobstwiesen, Erhöhung des Totholzanteils, Erhalt der Kleingewässer und ggf. Schaffung eines Lichtwaldbereiches.
Bei der anschließenden Diskussion wurden die Fragen der aufmerksamen Gäste sehr bereitwillig und verständlich beantwortet. Dabei gab es dann sogar Tipps, wie man selbst zum Hobby-Fledermausforscher werden kann: die Geräte zur akustischen Erfassung der Fledermausrufe sind mittlerweile preislich relativ gut erschwinglich. Die meisten Chancen auf Fledermaus-Sichtungen hat man kurz vor Sonnenaufgang, wenn man sich vor den Schlafquartieren der nächtlichen Jäger positioniert. Den Großen Abendsegler kann man im Herbst auch bereits in den Abendstunden am Rottenburger Friedhof Sülchen beobachten.

WissensGenuss Teil 2: Wildschweinbratwurst und Landschnecken – voller Genuss beim Schlemmen und Dazulernen

Die zweite Veranstaltung der diesjährigen WissensGenuss-Vortragsreihe (VIELFALT e.V. und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg) beschäftigte sich am 19.02.2020 mit dem „Faunenwandel der Landschnecken am Spitzberg“. Die Kuratorin für Weichtierkunde am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Frau Dr. Ira Richling, entführte ihre knapp 40 Zuhörerinnen und Zuhörer in die faszinierende Welt der Landschnecken.Leider hatte nur weniger als ein Drittel der Gäste zuvor das Angebot genutzt, sich mit Wildschweinbratwurst oder Alb-Leisa-Bratlingen, die jeweils mit leckeren regionalen Beilagen samt Nachtisch kredenzt wurden, kulinarisch auf einen spannenden Abend einzustimmen. VIELFALT-Geschäftsführer Kolja Schümann bedauerte diejenigen, denen die Köstlichkeiten aus dem Café Pausa/Mössingen entgangen waren und versuchte sich bei der Begrüßung in Erklärungsversuchen. Einzig die Angst vor einem Schneckenmenü könne dazu geführt haben, dass sich so wenige angemeldet hatten. Die Wissenschaftlerin, die im Rahmen ihrer Forschungsaufenthalte in Frankreich, Philadelphia, Florida, Polen, Großbritannien und Costa Rica schon die halbe Welt gesehen hat, beglückwünschte Schümann mit einem Augenzwinkern zu der Entscheidung, sich nun auch dem Spitzberg gewidmet zu haben.Es folgte ein reich bebilderter und sehr anschaulicher Vortrag, der offenlegte, wer alles im Verborgenen durch das Offenland am Spitzberg „kreucht“. Dr. Ira Richling versäumte es nicht, die gebannt Zuhörenden kurz über die Methodik ihrer Erhebungen im Trockensommer 2018 zu informieren, damit allen schnell klar wurde, dass man es im Folgenden mit sehr validen Daten zu tun hat. Der Referentin gelang es spielend, mit ihrer ansteckenden Begeisterung für die oft nur millimetergroßen Schnecken ein sehr anschauliches Bild der vorkommenden Schneckenfauna auf den untersuchten Grünlandstandorten (Halbtrockenrasen und Salbei-Glatthaferwiesen) am Spitzberg zu zeichnen.
Besonders spannend und auch teils erschreckend war dann der Vergleich der jüngsten Erhebungen mit den Ergebnissen, die vor gut 55 Jahren den Zustand der Schneckenfauna beschrieben. Dr. Ira Richling berichtete über Veränderungen, die sich anhand der 62.000 gefundenen Einzelindividuen (lebende Tiere und frische leere Gehäuse) nachweisen ließen. So hat nicht nur die Individuendichte, sondern auch die Flächenausbreitung der nachgewiesenen Arten deutlich abgenommen. Arten, von denen im alten Spitzbergbuch noch zu lesen war, dass sie in großer Zahl und an vielen Fundorten vorkommen, waren teilweise nur noch vereinzelt und mit wenigen Individuen zu finden. Fr. Dr. Richling war sich auf Nachfrage sicher, dass dies kaum das Resultat des besonders trockenen Sommers war, in dem ihre Untersuchungen stattfanden, sondern die Erklärung in der Veränderung und Vereinheitlichung der Vegetationsstruktur zu finden ist. Die Erkenntnis, dass ausgerechnet thermophile, also wärmeliebende, Arten wie die Quendelschnecke Candidula unifasciata, die Dreizahn-Turmschnecke Chondrula tridens, die Kleine Schließmundschnecke Clausilia rugosa, die Wulstige Kornschnecke Granaria frumentum, die Gemeine Heideschnecke Helicella itala und die Moospuppenschnecke Pupilla muscorum besonders vom Rückgang betroffen und teilweise verschwunden sind, überraschte das Publikum. In Zeiten des am Spitzberg deutlich spürbaren Klimawandels wäre doch zu erwarten gewesen, dass diese Arten sogar profitieren. Diese Annahme war aber schnell wiederlegt, indem die Museumkuratorin sehr präzise die Ansprüche der Arten beschrieb, die sich auf die Beschaffenheit bzw. strukturellen Merkmale der Habitate beziehen. So fehlt es den Tieren in den homogenen Wiesen an offenen Bodenstellen, höheren Strukturen auf die sie sich vor der großen Hitze in Bodennähe flüchten können und überhaupt an Kleinstrukturen, die unter dem „Filz der Wiesen“ verschwunden sind.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Gäste sehr aufmerksam zugehört hatten und so sehr gezielte Fragen stellen konnten, die sehr bereitwillig und verständlich beantwortet wurden. Am Ende gab es dann sogar Tipps, wie man bspw. der ungeliebten Spanische Wegschnecke Einhalt gebieten kann OHNE die gesamte Schneckenfauna mit Schneckenkorn zu vernichten. Keine(r) der den Hörsaal West der Hochschule an diesem Abend verlies, hat fortan ein Bild von Schnecken als „böse Schädlinge“ im Kopf. In diesem Sinne war es Kolja Schümann auch wichtig, den Abend nicht mit Maßnahmen gegen, sondern für Schnecken zu beschließen. Auch hierzu gab es natürlich dienliche Tipps, um Gärten durch Stein- und Reisighaufen sowie letztlich einer schönen Strukturvielfalt für Schnecken attraktiv zu gestalten. Denn wir sollten uns bewusst machen, dass viele der kleinen Kerle nämlich für Ordnung und guten Boden sorgen, in dem sie sich vor allem an abgestorbenen Pflanzenteilen gütlich tun.

Informieren, beobachten, handeln – PLENUM will Wildbienenschutz in Gomaringen unterstützen

Einweihung von Wildbienenhaus und Infotafel am Gomaringer Schloss
Einweihung von Wildbienenhaus und Infotafel am Gomaringer Schloss

Über den Rückgang unserer Insekten und dessen Ursachen kann man viel und vortrefflich diskutieren. Es gibt jedoch Fakten, die man nicht ignorieren sollte. So gab zuletzt das landesweite Insekten-Monitoring der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg klare Hinweise, dass auch bei uns im Land ein deutlicher Rückgang zu beklagen ist. Ein wichtiges Beispiel sind in diesem Kontext die Wildbienen. Aufgrund einer besonders guten Anpassung bzw. hohen Spezialisierung reagieren viele Arten sehr sensibel auf Veränderungen ihrer Lebensräume. Mit dem Verlust an Nutzungs- und Strukturvielfalt gingen zuletzt wichtige Nahrungsangebote verloren und die Verfügbarkeit geeigneter Nistmaterialien und -plätze nahm ab. Von den in Deutschland bekannten 566 Wildbienenarten leben rund 460 in Baden-Württemberg. Insgesamt ist mehr als die Hälfte dieser Arten gefährdet und mehrere Arten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht.Die Analysen von Verschiebungen des Artenspektrums und der jeweiligen Zahlen sind wichtig, beinahe noch wichtiger ist aber, dass gehandelt wird. Und genau das tut die Bürgerstiftung Gomaringen mit Unterstützung der Kommune. Landrat Joachim Walter lobte am 18.02.2020 anlässlich der Einweihung eines Wildbienenhauses mit Infotafel am Gomaringer Schloss das engagierte Ehrenamtsprojekt der Bürgerstiftung Gomaringen. Er ließ keine Zweifel aufkommen, dass VIELFALT-Fachbeirat und -Vorstand Mitte Mai positiv über eine Förderung durch PLENUM Landkreis Tübingen (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) befinden werden. Auf diese Weise können die lokalen Akteure einen wichtigen Aufklärungsbeitrag leisten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden an diese friedliebenden Tiere herangeführt und über ihre besonderen Ansprüche und Gefährdungssituation informiert. Dazu werden insgesamt vier Wildbienenstationen entstehen. Die Informationstafeln werden gemeinsam mit dem Wildbienenexperten Meinrad Lohmüller (Rottenburg) erstellt und bieten in Kombination mit Modell-Bienenhäusern gutes Anschauungsmaterial. Letztere wurden mit viel Hingabe von der „Bänkla-Gruppe“ der Bürgerstiftung Gomaringen ehrenamtlich gefertigt und aufgestellt. Die Gäste konnten sich beim Pressetermin von der hervorragenden Qualität und hoher Handwerkskunst überzeugen. Die Wildbienen werden dies tun, sobald es wärmer wird.Auch VIELFALT-Geschäftsführer Kolja Schümann freute sich über das neue Angebot für einige in Hohlräumen nistende Wildbienenarten und die interessierte Öffentlichkeit. Für den Erfolg sei es aber letztlich entscheidend, dass die Lebensräume erhalten werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass VIELFALT e.V. über das PLENUM-Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg und die Tätigkeit als Landschaftserhaltungsverband auch in den nächsten fünf Jahren viel Positives dazu wird beitragen können.

REGIONAL GENIAL – VIELFALT e.V. erhält Auszeichnung von Minister Peter Hauk

Urkundenübergabe durch Minister Peter Hauk

Am 17.02.2020 wurde VIELFALT e.V. auf der INTERGASTRA 2020, Deutschlands größter Messe für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung, von Minister Peter Hauk für das Engagement als Regional-Initiative ausgezeichnet.
Mit dem Verein wurden rund 30 Initiativen gewürdigt, die sich erfolgreich für die Verwendung ihrer Regionalprodukte in der Gastronomie oder deren Vermarktung insgesamt einsetzen. Beim „Treffpunkt der Regionen“ auf der DEHOGA-Bühne lobte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz alle Botschafter der Regionalität. Er dankte dafür, dass im Land Baden-Württemberg tolle Strukturen geschaffen wurden, um den Menschen den Wert der regionalen Produkte zu vermitteln. Ein besonderes Lob ging eingangs an die Initiative „Schmeck den Süden“ und die beteiligten Gastronomen, die dieses Projekt mit viel Herzblut in hervorragender Qualität vorantreiben.
Wir freuen uns über diese Anerkennung und danken Minister Hauk und der DEHOGA Tourismus GmbH. Es war wirklich eine unterhaltsame und kurzweilige Präsentation, die den Gästen die kulinarische Schatzkammer des Landes sicher nähergebracht hat.

Von der Motorsäge bis zum ferngesteuerten Forstmulcher - Maschinenvorführung zur Heckenpflege stieß auf reges Interesse

Maschinenvorführung zur Heckenpflege
Maschinenvorführung zur Heckenpflege

Am Freitag, 7. Februar fand die von Landratsamt Tübingen und VIELFALT e.V. organisierte Maschinenvorführung zur Heckenpflege in Hirrlingen statt.
Hecken in der freien Landschaft können wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen darstellen, wenn sie fachgerecht gepflegt werden. Nachdem am 8.11.19 bereits ein Theorie-Seminar in Rottenburg-Weiler stattfand, folgte nun der Praxisteil mit über 30 Teilnehmern, darunter Landwirte, Bauhofmitarbeiter, Naturschutzvereine und interessierte Privatpersonen.
Dank der Unterstützung zahlreicher lokaler Akteure (Gemeinde Hirrlingen; Firma IRUS Motorgeräte, Salmendingen; Landschaftspflegeunternehmen Zimmermann, Bodelshausen, und Schneider, Dußlingen; Interessengemeinschaft Vogelschutz Hirrlingen) konnte eine große Bandbreite an Maschinen für die unterschiedlichsten Ziele bei der Heckenpflege demonstriert werden: von der Motorsäge zur kleinräumigen Biotoppflege, über vertikale Sägeblätter zur Verkehrssicherung, einen kleinen ferngesteurten Mulcher für Böschungen, bis zum großen Forstmulcher für großflächige Arbeiten. Durch begleitende Erläuterungen und rege Diskussionen mit den Teilnehmern wurde klar, dass es je nach Zielstellung verschiedenste Wege zur fachgerechten Heckenpflege gibt.

WissensGenuss widmet sich dem Thema Spitzberg

Kulinarische Einstimmung und Vortrag "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" mit Prof. Dr. Thomas Gottschalk


Am 05.02.2020 startete die diesjährige WissensGenuss-Vortragsreihe des Vereins VIELFALT. Dieses Jahr steht die vierteilige Reihe, die Teil des größeren Veranstaltungsprogramms "Den Landkreis Genießen 2020" ist, ganz im Zeichen des Spitzbergs und findet in Kooperation mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt.

Der Abend startete um 17:30 mit einem regionalen Vesper des Café Pausa: Wildschweinwürsten mit Zwetschgenketchup, Linsen-Apfel-Salat sowie Dinkelquark mit Streuobst-Apfelkompott und karamellisierten Walnüssen. Neben Streuobst-Apfelschorle wurden dazu regionale Weine und Most gereicht. Die Besucher konnten sich somit von der kulinarischen Vielfalt heimischer und naturschonend erzeugter Produkte überzeugen und gestärkt den anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Thomas Gottschalk zum Thema "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" genießen. Dazu fanden sich schließlich rund 60 Interessierte im Hörsaal West der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ein. 
Dieser erste Vortrag der WissensGenuss Reihe führte in die Landschaftsveränderungen am Spitzberg und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Artenvielfalt ein. Herr Gottschalk stellte die verschiedenen untersuchten Tiergruppen und die dabei angewandten wissenschaftlichen Methoden vor und begeisterte die Anwesenden durch seine zahlreichen eindrucksvollen Aufnahmen.

Die folgenden drei WissensGenuss Vorträge fanden ebenfalls an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt:

"Landschnecken am Spitzberg" - Dr. Ira Richling, Staatliches Naturkundemuseum Stuttgart (19.02.2020)

"Fledermäuse am Spitzberg" - Ingrid Kaipf, Vorsitzende der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg (04.03.2020)

Bei den Referenten handelt es sich um Autoren des Ende 2019 erschienenen Werkes "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz", herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Gottschalk, welches durch PLENUM-Projektmittel unterstützt wurde. Mit großem Einsatz brachte Herr Gottschalk hierfür 40 Fachexpertinnen und -experten zusammen, welche neben den landschaftlichen Veränderungen auch deren Auswirkungen auf die Artenvielfalt am Spitzberg in umfangreichen wissenschaftlichen Erfassungen untersuchten. Die Ergebnisse wurden dabei in allgemeinverständlicher Art aufbereitet und mit einer Vielzahl eindrucksvoller Bilder und spannender Details zur Nutzungs- und Landschaftsgeschichte ergänzt.

Bitte beachten Sie, dass der kulinarische Teil der folgenden WissensGenuss Veranstaltungen - entgegen bisheriger Ankündigungen - eine halbe Stunde später und damit erst um 18 Uhr beginnt. Für das Essen ist eine Anmeldung erforderlich (jeweils bis Montag 12 Uhr vor der jeweiligen Veranstaltung über info@vielfalt-kreis-tuebingen.de).
Die Vorträge (Beginn jeweils 19 Uhr) können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Lebensraum gemeinsam gestalten – Rebhuhn-Fachtagung auf der Liebfrauenhöhe zeigt Handlungsbedarf auf und appelliert an die Politik

© VIELFALT e.V.

Am 28. und 29.11.19 fand auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg am Neckar die Rebhuhn-Fachtagung statt, ausgerichtet von NABU Baden Württemberg, Ornithologischer Gesellschaft Baden-Württemberg, Allianz für Niederwild und VIELFALT e.V.. Über 180 Teilnehmer überwiegend aus dem Bereich Naturschutz waren bei der Fachtagung am Donnerstag dabei.
Bei der Exkursion am Freitag in das Projektgebiet im Landkreis Tübingen konnten die Teilnehmer die Maßnahmenflächen sehen, auf denen mehrjährige Blühflächen angelegt wurden. Diese bieten dem Rebhuhn Schutz vor Prädatoren, Nistplätze und ein Habitat zum Überwintern. Die Maßnahmen zeigen Wirkung. Waren es im Jahr 2015 nur noch 30 Paare, ist die Zahl der Paare auf 50 bis zum Jahr 2018 angestiegen. Die Abwärtsspirale konnte gestoppt werden.
Endgültig gesichert ist die Existenz jedoch noch lange nicht. Ein klarer Appell der Tagung geht an die Politik. Landwirte die Maßnahmen umsetzen wollen, sollten angemessen entschädigt werden und eine Kombination verschiedener Fördermittel sollte möglich sein. Zudem ist der bisherige Schwerpunkt von einjährigen Blühbrachen im FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) auf mehrjährige Blühflächen umzulegen, um eine Fallenwirkung zu vermeiden.
Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Mitwirkenden, Initiatoren, Referenten und Helfer für die interessante und reibungslos verlaufene Veranstaltung.