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Von der Motorsäge bis zum ferngesteuerten Forstmulcher - Maschinenvorführung zur Heckenpflege stieß auf reges Interesse

Maschinenvorführung zur Heckenpflege
Maschinenvorführung zur Heckenpflege

Am Freitag, 7. Februar fand die von Landratsamt Tübingen und VIELFALT e.V. organisierte Maschinenvorführung zur Heckenpflege in Hirrlingen statt.
Hecken in der freien Landschaft können wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen darstellen, wenn sie fachgerecht gepflegt werden. Nachdem am 8.11.19 bereits ein Theorie-Seminar in Rottenburg-Weiler stattfand, folgte nun der Praxisteil mit über 30 Teilnehmern, darunter Landwirte, Bauhofmitarbeiter, Naturschutzvereine und interessierte Privatpersonen.
Dank der Unterstützung zahlreicher lokaler Akteure (Gemeinde Hirrlingen; Firma IRUS Motorgeräte, Salmendingen; Landschaftspflegeunternehmen Zimmermann, Bodelshausen, und Schneider, Dußlingen; Interessengemeinschaft Vogelschutz Hirrlingen) konnte eine große Bandbreite an Maschinen für die unterschiedlichsten Ziele bei der Heckenpflege demonstriert werden: von der Motorsäge zur kleinräumigen Biotoppflege, über vertikale Sägeblätter zur Verkehrssicherung, einen kleinen ferngesteurten Mulcher für Böschungen, bis zum großen Forstmulcher für großflächige Arbeiten. Durch begleitende Erläuterungen und rege Diskussionen mit den Teilnehmern wurde klar, dass es je nach Zielstellung verschiedenste Wege zur fachgerechten Heckenpflege gibt.

Initiative Artenkenntnis: Programm "Youth in Nature" (Anmeldefrist 15.04.2020)

Die Initiative Artenkenntnis des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e.V., unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat es sich zum Ziel gesetzt, fundiertes Wissen im Bereich Artenkenntnis zu vermitteln.
Die Natur und ein intaktes Ökosystem sind unser aller Lebensgrundlage. Der Verlust an Lebensraum hat daher nicht nur direkte Auswirkungen auf die Biodiversität, sondern führt zu weitreichenden Problemen in unserer Ernährungssicherung, bei der Klimaregulation und beeinträchtigt damit auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Nach den zahlreichen Alarmrufen von Expertinnen und Experten sowie der medialen Berichterstattung ist das Wissen um den Rückgang der Artenvielfalt in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Doch die Artenkenntnis selbst geht seit Jahren allmählich verloren und damit auch unsere Fähigkeit, diese Arten zu schützen und zu bewahren.

Um diesem Wissensverlust entgegenzuwirken können sich Jugendliche (12-18 Jahre) aus Baden-Württemberg zu dem zweijährigen Programm "Youth in Nature" anmelden. Geleitet von Arten-Experten werden Gruppen in den Großräumen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen sowie am Bodensee gegründet. Diese besuchen gemeinsam Museen, Forschungsreinrichtungen und Naturschutzzentren, führen Exkursionen durch und lernen Techniken und Methoden zur Beobachtung und Bestimmung von Tieren und Pflanzen.

Anmeldeschluss ist der 15.04.2020.
Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.initiative-artenkenntnis.de/2019/12/23/118/

WissensGenuss Teil 1

WissensGenuss Teil 1 am 05.02.2020: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Kulinarische Einstimmung und Vortrag "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" mit Prof. Dr. Thomas Gottschalk


Am 05.02.2020 startete die diesjährige WissensGenuss-Vortragsreihe des Vereins VIELFALT. Dieses Jahr steht die vierteilige Reihe, die Teil des größeren Veranstaltungsprogramms "Den Landkreis Genießen 2020" ist, ganz im Zeichen des Spitzbergs und findet in Kooperation mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt.

Der Abend startete um 17:30 mit einem regionalen Vesper des Café Pausa: Wildschweinwürsten mit Zwetschgenketchup, Linsen-Apfel-Salat sowie Dinkelquark mit Streuobst-Apfelkompott und karamellisierten Walnüssen. Neben Streuobst-Apfelschorle wurden dazu regionale Weine und Most gereicht. Die Besucher konnten sich somit von der kulinarischen Vielfalt heimischer und naturschonend erzeugter Produkte überzeugen und gestärkt den anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Thomas Gottschalk zum Thema "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz" genießen. Dazu fanden sich schließlich rund 60 Interessierte im Hörsaal West der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ein. 
Dieser erste Vortrag der WissensGenuss Reihe führte in die Landschaftsveränderungen am Spitzberg und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Artenvielfalt ein. Herr Gottschalk stellte die verschiedenen untersuchten Tiergruppen und die dabei angewandten wissenschaftlichen Methoden vor und begeisterte die Anwesenden durch seine zahlreichen eindrucksvollen Aufnahmen.

Die folgenden drei WissensGenuss Vorträge finden ebenfalls an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt:

"Landschnecken am Spitzberg" - Dr. Ira Richling, Staatliches Naturkundemuseum Stuttgart (19.02.2020)

"Fledermäuse am Spitzberg" - Ingrid Kaipf, Vorsitzende der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg (04.03.2020)

"Reptilien und Amphibien am Spitzberg" - Dr. Thomas Bamann, Regierungspräsidium Tübingen (18.03.2020)

Bei den Referenten handelt es sich um Autoren des Ende 2019 erschienenen Werkes "Der Spitzberg - Landschaft, Biodiversität und Naturschutz", herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Gottschalk, welches durch PLENUM-Projektmittel unterstützt wurde. Mit großem Einsatz brachte Herr Gottschalk hierfür 40 Fachexpertinnen und -experten zusammen, welche neben den landschaftlichen Veränderungen auch deren Auswirkungen auf die Artenvielfalt am Spitzberg in umfangreichen wissenschaftlichen Erfassungen untersuchten. Die Ergebnisse wurden dabei in allgemeinverständlicher Art aufbereitet und mit einer Vielzahl eindrucksvoller Bilder und spannender Details zur Nutzungs- und Landschaftsgeschichte ergänzt.

Bitte beachten Sie, dass der kulinarische Teil der folgenden WissensGenuss Veranstaltungen - entgegen bisheriger Ankündigungen - eine halbe Stunde später und damit erst um 18 Uhr beginnt. Für das Essen ist eine Anmeldung erforderlich (jeweils bis Montag 12 Uhr vor der jeweiligen Veranstaltung über info@vielfalt-kreis-tuebingen.de).
Die Vorträge (Beginn jeweils 19 Uhr) können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ startet am 1. Februar 2020

Am 1. Februar 2020 startet der bundesweite Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“.Alle Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland sind eingeladen, sich am Wettbewerb mit Projektideen zur Förderung von Stadtnatur und zum Schutz von Insekten in Siedlungsräumen zu beteiligen. Die 40 besten Projektideen werden von einer Jury ausgezeichnet und mit jeweils 25.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Projektideen unterstützt.  Wettbewerbsbeiträge können bis zum 31. Mai 2020 unter wettbewerb-naturstadt@kommbio.de eingereicht werden. Ausführliche Informationen und alle Unterlagen zur Teilnahme am Wettbewerb stehen unter www.wettbewerb-naturstadt.de zur Verfügung.

Schwäbischer Heimatbund und Sparkassen belohnen Pflege und Entwicklung von Kulturlandschaften

© VIELFALT e.V.

Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich in Württemberg vorbildlich um den Erhalt traditioneller Landschaftsformen kümmern, können sich um den Kulturlandschaftspreis 2020 bewerben.
Einsendungen sind bis zum 31. März möglich.
Weitere wichtige Informationen zum Kulturlandschaftspreis und die aktuelle Ausschreibungs-Broschüre 2020 im pdf-Format gibt es auf der Homepage Schwäbischer Heimatbund.

NaturErlebnis Woche der Akademie für Natur- und Umweltschutz

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Akademie für Natur- und Umweltschutz die NaturErlebnis Woche (01. Mai – 10. Mai) mit vielen spannenden Mitmachaktionen in der Natur. Veranstalter können auf der Internetseite der Akademie für Natur- und Umweltschutz eigene Veranstaltungen rund ums Thema Natur hochladen und bewerben.
Nähere Informationen unter: https://umweltakademie.baden-wuerttemberg.de/naturerlebniswoche

Lebensraum gemeinsam gestalten – Rebhuhn-Fachtagung auf der Liebfrauenhöhe zeigt Handlungsbedarf auf und appelliert an die Politik

© VIELFALT e.V.

Am 28. und 29.11.19 fand auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg am Neckar die Rebhuhn-Fachtagung statt, ausgerichtet von NABU Baden Württemberg, Ornithologischer Gesellschaft Baden-Württemberg, Allianz für Niederwild und VIELFALT e.V.. Über 180 Teilnehmer überwiegend aus dem Bereich Naturschutz waren bei der Fachtagung am Donnerstag dabei.
Bei der Exkursion am Freitag in das Projektgebiet im Landkreis Tübingen konnten die Teilnehmer die Maßnahmenflächen sehen, auf denen mehrjährige Blühflächen angelegt wurden. Diese bieten dem Rebhuhn Schutz vor Prädatoren, Nistplätze und ein Habitat zum Überwintern. Die Maßnahmen zeigen Wirkung. Waren es im Jahr 2015 nur noch 30 Paare, ist die Zahl der Paare auf 50 bis zum Jahr 2018 angestiegen. Die Abwärtsspirale konnte gestoppt werden.
Endgültig gesichert ist die Existenz jedoch noch lange nicht. Ein klarer Appell der Tagung geht an die Politik. Landwirte die Maßnahmen umsetzen wollen, sollten angemessen entschädigt werden und eine Kombination verschiedener Fördermittel sollte möglich sein. Zudem ist der bisherige Schwerpunkt von einjährigen Blühbrachen im FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) auf mehrjährige Blühflächen umzulegen, um eine Fallenwirkung zu vermeiden.
Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Mitwirkenden, Initiatoren, Referenten und Helfer für die interessante und reibungslos verlaufene Veranstaltung.

Professor Thomas Gottschalk präsentierte stolz sein Buch „Der Spitzberg. Landschaft, Biodiversität und Naturschutz“ im Landratsamt Tübingen vor großem Publikum

© VIELFALT e.V.

Nach knappen drei Jahren ist es endlich soweit. Das neue Buch über den Spitzberg ist da und wurde am 27.11.19 feierlich im Landratsamt in Tübingen präsentiert. Insgesamt waren 39 Autorinnen und Autoren am Buch beteiligt. Das Werk wurde unter anderem aus PLENUM- Mitteln finanziert und unter der Leitung von Professor Thomas Gottschalk von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg verfasst.
5892 Tier- und Pflanzenarten werden in dem Buch beschrieben, welche auf dem Spitzberg vorkommen. Das sind 25,8 Prozent aller Arten, die in Baden-Württemberg vorkommen, obwohl der Spitzberg nur 0,017 Prozent der Landesfläche ausmacht. Diese Zahlen zeigen die Vielfalt an Arten, die auf dem Spitzberg vorkommen und machen den naturschutzfachlichen Wert des Bergzuges, welcher sich von Wurmlingen bis Tübingen zieht, deutlich.

Reges Interesse und neue Ideen für die nächsten fünf Jahre PLENUM - beim PLENUM-Fachtag am 19.11.2019 im Landratsamt in Tübingen wurde in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen über die Themenbereiche Naturschutz, regionale Vermarktung und Tourismus aktiv diskutiert.

© VIELFALT e.V.
Großer Sitzungssaal © VIELFALT e.V.

Beim PLENUM-Fachtag haben sich über 120 regionale Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen getroffen und ihre Ideen für die nächsten 5 Jahre PLENUM (2020-2025) ausgetauscht. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem regionalen Mittagsimbiss und Sektempfang. Hier konnten die Teilnehmer die Leckereien der Region schmecken. Anschließend wurden die Teilnehmer durch den ersten Landesbeamten Herr Messner begrüßt.
Vera Reifenstein vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg referierte zunächst über die Vorgehensweise für die PLENUM-Verlängerung.
Kolja Schümann, der Geschäftsführer von VIELFALT e.V., erläuterte dann die Besonderheiten des PLENUM-Gebietes im Landkreis Tübingen. Ulrich Gehrlein vom Institut für Ländliche Strukturforschung und Siegfried Demuth vom Institut für Botanik und Landschaftskunde stellten die vorläufige PLENUM-Halbzeitevaluation vor. Dabei zeigte sich, dass PLENUM sehr stark im Bereich Naturschutz und Landwirtschaft wirkt. Die wichtigsten Antragsteller waren in den letzten sechs Jahren (2013-2018) landwirtschaftliche Betriebe (28%) und Gewerbetreibende (28%).
          
Nach Kaffee und Kuchen ging es in thematischen Arbeitsgruppen weiter. Insgesamt fünf verschiedene Arbeitsgruppen zu den Themen Zukunftsfähige Streuobstwiesen, Nachwuchsgewinnung Streuobst, Genuss-Tourismus, regionale Vermarktung und Waldweide wurden gebildet. Die Ergebnisse wurden abschließend vorgestellt.
Als besonders wichtig wurde in allen Arbeitsgruppen die bessere Vernetzung der einzelnen Akteure genannt. Wissensaustausch, gerade in Bereichen, in denen das Interesse der Bevölkerung mehr und mehr schwindet, ist von besonderer Bedeutung. Dadurch kann die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen, die regionale Vermarktung, die Bündelung von touristischen Angeboten und somit die regionale Wertschöpfung in Kombination mit Natur und Umwelt funktionieren.
Wir danken allen Teilnehmern, Referenten und Helfern für ihr Interesse, Engagement und die gelungene Veranstaltung. Gespannt schauen wir auf die nächsten fünf Jahre und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und offene Diskussionen.
                
Die wichtigsten Informationen vom PLENUM-Fachtag und Genaueres zur PLENUM-Fortschreibung können Sie nachlesen unter: www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/plenum-fortschreibung

Mehr Wiesen für Insekten! DVL veröffentlicht Leitlinien zu nachhaltigem Insektenschutz

Ansbach, 22. Mai 2019 – Wie können wir unsere heimischen Insekten wirksam schützen? Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat jetzt Leitlinien zum Insektenschutz vorgelegt. Grundsätzlich sieht der DVL den Erhalt der Biodiversität, also auch den Schutz der Insekten, als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Bei Maßnahmen zum Insektenschutz bedarf es somit Langfristigkeit und Kontinuität, wie Landschaftspflegeverbände sie seit Jahrzehnten ermöglichen. Kurzfristiger Aktionismus wird, nach Meinung des DVL, den Rückgang der Insektenpopulationen nicht stoppen. „Wir werden die Insektenwelt nicht retten, wenn wir mit Blühstreifen unsere Äcker lediglich aufhübschen!“, so Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL.
 
Weidetiere garantieren Artenvielfalt
 
Der DVL befürchtet, dass der Insektenschutz nur auf die Verteilung von Saatgut und Anlage von Blühstreifen reduziert wird. Zwar sind diese Maßnahmen nicht wirkungslos, doch zielen sie überwiegend auf blütenbesuchende Insekten ab und helfen damit vor allem Honigbienen und einigen häufigen Wildinsektenarten. „Wir benötigen hingegen mehr Hecken und heimische Wildpflanzen in unserer Ackerflur, mehr Strukturen in und an unseren Gewässern und mehr Totholz in unseren Wäldern. Vor allem unsere Wiesen und Weiden müssen ins Zentrum unserer Bemühungen rücken! Die Herausforderung ist es deshalb, die Attraktivität der flächengebundenen Tierhaltung wieder zu steigern“, so Metzner weiter.
 
Tierhaltung, die sich an der hofeigenen Fläche orientiert, ist der Garant dafür, artenreiches Grünland zu bewahren und zu entwickeln. Leider verschwinden Weidetiere zunehmend aus der Landschaft. Auch Hüte- und Wanderschäferei nehmen seit Jahrzehnten kontinuierlich ab. Diese Form der Landnutzung spielt jedoch eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung von Samen und Insekten. Weidende Tiere wirken als „Taxis der Biodiversität“. Hier bedarf es dringend wirkungsvoller Gegenmaßnahmen mit einer reformierten europäischen Agrarpolitik (GAP).
 
Kooperativer Naturschutz ist Weg zum Erfolg
 
Klare gesetzliche Vorgaben sind für den Insektenschutz unabdingbar. Darüber hinaus sind aber laut DVL freiwillige Maßnahmen im Rahmen des kooperativen Naturschutzes der nachhaltigste Weg, um den Insektenbestand zu erhöhen und auf hohem Niveau zu stabilisieren. Landschaftspflegeverbände betreiben in diesem Sinne seit 30 Jahren erfolgreich Projekte zum Insektenschutz. Oft stehen sie im Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten. Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz können deshalb auf ein enormes praktisches Fachwissen und umfangreiche Erfahrungen innerhalb der Landschaftspflegeverbände zurückgreifen.

(Pressemitteilung des DVL vom 22.05.2019)

Mehr dazu auf der Seite des DVL: https://www.lpv.de/
Das Leitlinienpapier "Schutz unserer heimischen Insekten" finden sie hier (682,9 KiB).

Vogelerfassungen im Vogelschutzgebiet "Südwestalb und Oberes Donautal"

Das Regierungspräsidium Tübingen hat für das Vogelschutzgebiet „Südwestalb und Oberes Donautal“ (7820-441) die Erfassung von Vogelarten beauftragt, um auf dieser Grundlage den Managementplan zu erarbeiten. Die Vogelerfassungen beginnen ab März 2019 und dauern voraussichtlich bis September 2020.

Übersicht der betroffenen Gebiete (1,126 MiB)

Lamm auf Heubett, blütenreiche Streuobstwiesen und Insektenschutz auf Extensivwiesen

Lamm auf Heubett am Buffet im Café Pausa; © VIELFALT e.V.

Über 100 „WissensGenießer“ haben sich am Freitagabend, den 5. April, in der PAUSA-Tonnenhalle zum Doppelvortrag von Dr. Manuel Haus und Dr. Thomas Bamann eingefunden.  
Wie sich zeigte, waren die beiden kurzfristig zusammengelegten Vorträge in Kombination eine besonders runde Sache. Die Zuhörer ließen sich von den Referenten im Laufe des Abends immer tiefer in die Insektenwelt entführen. Nachdem Dr. Manuel Haus sehr anschaulich berichtet hatte, wie und warum er gemeinsam mit seiner Frau (Sybille Hartmann) einer artenarmen Streuobstwiese wieder zu reicher Blütenpracht verholfen hat, veranschaulichte Dr. Thomas Bamann, wie es unseren Heuschrecken und Schmetterlingen bei den Pflegemaßnahmen ergeht. So folgte den ganz praktischen Tipps der Tübinger Eheleute, die von früher Sensenmahd, Heuaufbereitung, dem Einbringen selbst gesammelter Wiesenblumensamen und vielen anderen pfiffigen Kniffen berichteten, ein aufschlussreicher Biologie-Grundkurs. Dafür holte Dr. Bamann etwas weiter aus und erklärte der gespannten Hörerschaft den Lebenszyklus von Tagfaltern und Heuschrecken. Dabei wurde mehr als deutlich, dass gerade die „unsichtbaren“ und nicht mobilen Entwicklungsphasen der heimischen Insektenwelt bei der Wahl der „richtigen“ Pflegemaßnahmen unserer besonderen Beachtung bedürfen.
Eine wichtige Erkenntnis der anschließenden Diskussionen: der Schutz von Habitaten, also bspw. von artenreichen Wiesen, ist in der Regel wichtiger als der Schutz einzelner Individuen. Folglich bringt es wenig, wenn man bspw. durch eine späte Mahd einzelnen Insekten-Individuen ein langes Leben garantieren möchte, dabei aber außer Acht lässt, dass ihr Lebensraum – und damit die gesamte Population – nur durch entsprechend frühe Schnittzeitpunkte langfristig erhalten bleiben kann.
Vor den Vorträgen sind einige Teilnehmer der Einladung des Café Pausa gefolgt und konnten sich dort passend zum Thema mit Lammbraten (von der Schäferei Fritz, Hagelloch), köstlichen Salaten mit frisch gepflückten Wildkräutern, Nüssen und Obst aus Mössinger Streuobstwiesen und regionalem Gemüse stärken. Der Großteil der Produkte stammte von extensiv bewirtschafteten Flächen, die idealtypisch zu den Erzeugungskriterien von PLENUM und den Vortragsinhalten des Abends passten. Das Buffet beeindruckte nicht nur in der außergewöhnlichen Auswahl, sondern auch im Geschmack.

Wie artenreiche Wiesen wieder hergestellt werden können, erklärte Dr. Manuel Haus im Vortrag "Blütenreiche Streuobstwiesen". Im Anschluss referierte Dr. Thomas Bamann zum Thema "Extensive Mahd– Individuen- vs. Artenschutz"; © VIELFALT e.V.

Die Wildbienen Deutschlands

Der starke Rückgang vieler Insektenarten wird nicht mehr nur in Fachkreisen thematisiert, sondern rückt - durch die Berichterstattung der letzen Monate - auch zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Angesichts der Entwicklungen ist es umso wichtiger, Verständnis für oftmals unterschätze und "vergessene" Arten zu schaffen und über deren Bedeutung für das Ökosystem zu informieren.
Der Tübinger Wildbienenexperte Dr. Paul Westrich hat u.a. mit seinem Werk "Die Wildbienen Baden-Württembergs" ein wichtiges Grundlagenwerk geschaffen und die "wilden Verwandten" der Honigbiene in den Fokus gerückt. Sein neues und umfassendes Werk "Die Wildbienen Deutschlands" erschien am 13. September 2018 (Ulmer Verlag) und beschreibt neben den verschiedenen Wildbienenarten selbst beispielsweise auch deren Lebensräume und Brutfürsorge. Eine Leseprobe ist auf der Homepage des Autors verfügbar:
http://www.wildbienen.info/ibn/buch_wildbienen_deutschlands.php

Neue Spendenplattform für soziale Projekte in der Region

Auf der Spendenplattform "Gut für NeckarAlb"  finden soziale Projekte und Unterstützer zusammen. Projekte aus der Region können präsentiert werden und Unterstützer können sich gezielt Projekte aussuchen, für die sie spenden möchten. Dabei gehen 100% des Geldes direkt an die sozialen Projekte und somit in die Region.
Nähere Informationen finden Sie hier.

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