Sie sind hier: Startseite >> Aktuelles

Aktuelles

Bis zum 14.12.2018 Förderantrag stellen – PLENUM Tübingen fördert auch 2019 „VIELFÄLTige“ Naturschutzprojekte

Wie jedes Jahr werden im Landkreis Tübingen auch 2019 wieder Projekte unterstützt, die helfen, die Biodiversität in unserer Kulturlandschaft durch naturschonende Wirtschaftsweisen zu bewahren (Stichwort „Schützen durch Nützen“). Besonders begrüßt werden Projekte, die dabei eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit sozialer Benachteiligung ermöglichen. Über PLENUM (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) stellt das Land hierfür knapp eine Viertelmillion Euro zur Verfügung. VIELFALT e.V. hilft Ihnen, Fördermittel aus dem Landesprogramm zu beantragen.In diesem Sinne freuen wir uns über Ihre Projektanfragen und -ideen zur Sicherung von Naturschutzflächen bzw. geschützten Arten, zur Belebung von Produktion und Verkauf naturverträglich erzeugter Regionalprodukte, zur Unterstützung regionaler Streuobstbrennereien/-mostereien, zur Stärkung des kleinteiligen Tübinger Weinbaus, zur Weiterentwicklung naturbezogener Tourismusangebote und zum Ausbau von Umweltbildungsangeboten. Anträge können sowohl von Privatpersonen, Landwirten, Gewerbetreibenden, Initiativen, Vereinen als auch von Kommunen gestellt werden. Wichtig ist, dass alle geförderten Projekte einen direkten oder indirekten Naturschutznutzen erzeugen. Gern erläutern wir Ihnen, welche weiteren Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in den Genuss einer Förderung zu kommen.Schon jetzt setzt eine zunehmende Zahl landwirtschaftlicher Erzeuger*innen z. B. auf Äckern, Wiesen und Weiden im Rahmen von Bewirtschaftung und Pflege wichtige Naturschutzziele um. Aus Überzeugung, mit Professionalität und Herzblut werden so Wirtschaftsweisen aufrechterhalten, die dazu beitragen, naturschutzwichtige Flächen zu bewahren, für die es sonst keine oder nur intensive Nutzungsalternativen gäbe. Machen auch Sie mit und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Sehr gerne stehen wir für ein erstes Gespräch und die weiteren Beratung bei Antragstellung und -abwicklung zur Verfügung. Um Terminvereinbarungen wird gebeten (per Tel.: 07473/270 12-86, -61 oder -87; per E-Mail: a.ziel@vielfalt-kreis-tuebingen.de, f.roser@vielfalt-kreis-tuebingen.de oder a.posa@vielfalt-kreis-tuebingen.de). Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen und -möglichkeiten finden Sie hier.Anträge für die erste PLENUM-Förderrunde 2019 können bis 14. Dezember 2018 direkt bei VIELFALT e.V. eingereicht werden.
 

Achtung Datenschutz-Betrügerei!

Liebe Besucher, sicherlich haben Sie  davon Kenntnis, dass seit diesem Jahr eine neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt. Überall müssen jetzt komplizierte Texte gelesen und unterschrieben werden und oft bleibt dabei eine gewisse Unsicherheit zurück. Diese Unsicherheit haben sich auch Betrüger zu nutzen gemacht und in den letzten Tagen per Fax ein Schreiben der "Datenschutzauskunft-Zentrale" (670,1 KiB) verschickt.

Achtung, es handelt sich hierbei um Abzocke!
 
Die offizielle Aufmachung, der Hinweis auf die DS-GVO und die gebührenfreie “Fax-Stelle” sollen darüber hinwegtäuschen, dass es auch hier wiederum nur um Geld geht. Denn im Kleingedruckten heißt es:
“Die in diesem Auftrag genannte Person/Unternehmen erwirbt das Leistungspaket Basisdatenschutz. Dieses beinhaltet Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DS-GVO. Basisdatenschutz-Beitrag jährlich netto, zzgl. USt: EUR 498. Die Berechnung erfolgt jährlich. […] Durch die Unterzeichnung wird die Leistung für drei Jahre verbindlich bestellt”.
 
 Wer ein solches Schreiben erhält, am besten ignorieren und auf keinen Fall unterschrieben zurücksenden! Denn dann erhält man in wenigen Tagen eine Rechnung über 592,62 EUR.

Projektskizzen zum Schutz von Insekten und zur Förderug der Insektenvielfalt gesucht

Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ruft das Bundesamt für Naturschutz zur Einreichung von Projektskizzen zum Schutz von Insekten und zur Förderung der Insektenvielfalt auf. Es können Vorhaben zu allen Schwerpunkten des Bundesprogramms gefördert werden, sofern sie zu folgenden Handlungsfeldern beitragen:
-Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern
-Lebensräume für Insekten in anderen Landschaftsbereichen wiederherstellen und vernetzen
-Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten stärken
-Anwendung von Pestiziden mindern
-Einträge von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässer reduzieren
-Lichtverschmutzung reduzieren
-Forschung vertiefen - Wissen vermehren – Lücken schließen
-Finanzierung verbessern – Anreize schaffen
-Engagement der Gesellschaft befördern
Projektskizzen können noch bis zum 31.Januar 2019 an programmbuero-bpbv@dlr.de eingereicht werden.
Nähere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

„Schaff’s gut“ und künftig leichter auf der Streuobstwiese!

Innovative Neuanschaffung: Die Obstraupe - hier vorgeführt von Herr Wener (li.), Gründungsmitglied des Netzwerks Streuobst und Herr Hölz, Geschäftsführer der AiS GmbH. © VIELFALT e.V.

Ganz im Sinne des Mottos „Schützen durch Nützen“ des Vereins VIELFALT e.V. wurde am 13. September der Geräteverleih „Schaff’s gut“ des Netzwerks Streuobst e.V. in Mössingen eröffnet.
Streuobstwiesen sind ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft. Zum einen prägen sie das Landschaftsbild am Albtrauf, zum anderen sind sie aufgrund des Artenreichtums von sehr großer Bedeutung für den Naturschutz und den Erhalt der Biodiversität.
Um diesen wichtigen Lebensraum zu erhalten, bietet das Netzwerk Streuobst in Kooperation mit der Stadt Mössingen und der integrativen Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ der AiS GmbH ab sofort einen Geräteverleih an. Privaten Stücklesbesitzern soll künftig die fachgerechte Pflege ihrer Flächen vereinfacht und dadurch ein Beitrag zur Bewahrung der Streuobstbestände geleistet werden. Verliehen werden Geräte wie Balkenmäher, Hochentaster, Muser, Hydropresse oder diverse „Kleingeräte“.
Angesichts der reichen Obsternte ist die neueste Anschaffung des Geräteverleihs sicherlich besonders attraktiv. So wurde der Presse und den interessierten Sponsoren und Partnern bei der offiziellen Eröffnung die innovative „Obstraupe“ aus Österreich vorgeführt. Angetrieben von einem Akkuschrauber befördern Gummilamellen das Obst beim Vorwärts- und Rückwärtsfahren besonders schonend in eine Erntekiste.
Diese besondere Obstauflesemaschine ist für eine Förderung über PLENUM vorgesehen. Viele weitere Geräte wurden bereits mit Unterstützung von VIELFALT e.V. mit PLENUM-Mitteln (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) bezuschusst. Sie erleichtern Ihnen die Arbeit in ihrer Obstwiese und leisten durch Ihren Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Kulturlandschaft.
Nähere Infos zu den Ausleihmodalitäten erhalten Sie auf der Homepage des Netzwerks Streuobst e.V.

Die Wildbienen Deutschlands

Der starke Rückgang vieler Insektenarten wird nicht mehr nur in Fachkreisen thematisiert, sondern rückt - durch die Berichterstattung der letzen Monate - auch zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Angesichts der Entwicklungen ist es umso wichtiger, Verständnis für oftmals unterschätze und "vergessene" Arten zu schaffen und über deren Bedeutung für das Ökosystem zu informieren.
Der Tübinger Wildbienenexperte Dr. Paul Westrich hat u.a. mit seinem Werk "Die Wildbienen Baden-Württembergs" ein wichtiges Grundlagenwerk geschaffen und die "wilden Verwandten" der Honigbiene in den Fokus gerückt. Sein neues und umfassendes Werk "Die Wildbienen Deutschlands" erschien am 13. September 2018 (Ulmer Verlag) und beschreibt neben den verschiedenen Wildbienenarten selbst beispielsweise auch deren Lebensräume und Brutfürsorge. Eine Leseprobe ist auf der Homepage des Autors verfügbar:
http://www.wildbienen.info/ibn/buch_wildbienen_deutschlands.php

Obstverwertung leicht gemacht

Um die Verarbeitung der reichen Obsternte dieses Jahr  einfacher zu gestalten, haben wir eine Liste mit Mostereien, Brennereien und Obstannahmestellen im Landkreis und der Umgebung erstellt.
Nähere Infos dazu finden Sie unter Marktplatz.

Neue Spendenplattform für soziale Projekte in der Region

Auf der Spendenplattform "Gut für NeckarAlb"  finden soziale Projekte und Unterstützer zusammen. Projekte aus der Region können präsentiert werden und Unterstützer können sich gezielt Projekte aussuchen, für die sie spenden möchten. Dabei gehen 100% des Geldes direkt an die sozialen Projekte und somit in die Region.
Nähere Informationen finden Sie hier.

Das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Tübingen zeigt erste Erfolge

Von solchen mehrjährigen Blühflächen profitieren unter anderem Rebhühner.  © VIELFALT e.V.

Bei einer Felderrundfahrt am Heuberg zwischen Rottenburg und Seebronn, einem Kerngebiet für das vom Aussterben bedrohte Rebhuhn und andere gefährdete Feldvögel, besichtigten Ende Juli die für das Projekt engagierten Vertreterinnen und Vertreter von NABU, VIELFALT e.V. und der IAN (Initiative Artenvielfalt Neckartal) gemeinsam mit Landwirten Schutzmaßnahmen für die Feldhühner.
Seit Frühjahr 2017 kümmern sich NABU in Kooperation mit dem Verein VIELFALT e.V. im Landkreis Tübingen sowie der Initiative Artenvielfalt Neckar um wirksame Maßnahmen zur Sicherung des Brutbestands des vom Aussterben bedrohten Rebhuhns. Das NABU-Vogelschutzzentrum ist offizieller Projektträger und federführend bei der Erarbeitung einer Maßnahmenkonzeption fürs Rebhuhn. Eng eingebunden sind dabei Vogelexpertinnen und -experten der IAN, die wiederum durch viele ehrenamtliche Kartiererinnen und Kartierer unterstützt werden. VIELFALT e.V. begleitet und fördert das Projekt zusammen mit dem Landratsamt Tübingen, u.a. mit dem Förderprogramm PLENUM und weiteren Landesmitteln. Mit einbezogen sind auch die Hochschulen, verschiedene andere Verbände, die Jägerschaft sowie nicht zuletzt die Kommunen. Zentrale Bedeutung kommt den landwirtschaftlichen Betrieben zu, die ihre Flächen für die Umsetzung der Maßnahmen bereitstellen.
„Die Landwirte haben in den vergangen drei Jahren schon 30 ha spezielle mehrjährige Blühflächen angelegt, zahlreiche Hecken gepflegt oder anderweitig den Feldvogelschutz unterstützt. Diesem Engagement auf der Fläche sind die ersten sichtbaren Erfolge des Projektes zu verdanken“, lobte VIELFALT-Geschäftsführer Kolja Schümann die Partnerbetriebe. Erfolg lässt sich in diesem Zusammenhang auch zählen: Im Projektgebiet im westlichen Kreisgebiet konnten dieses Jahr 60 Reviere gezählt werden, die meisten davon im Bereich mit Maßnahmenflächen. Nach jahrzehntelangen Rückgängen der Rebhuhnbestände ist das ein kleiner Hoffnungsschimmer. Von den Maßnahmen profitieren auch andere gefährdete Feld- und Heckenvögel - und auch Insekten sind zahlreich zu finden.
Besonders bedeutsam für das Rebhuhn seien mehrjährige Blühbrachen, machte NABU-Projektleiterin Kilchling-Hink deutlich. Dadurch bekommen die bodenbrütenden Hühner Deckung und später Futter für die Jungen. Wichtig ist auch eine regelmäßige und „richtigen“ Heckenpflege, die VIELFALT e.V. hier mit Landwirten und der Stadt Rottenburg vorantreibt. Auch extensiv genutzte Wiesen mit Altgrasstreifen sind ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt. Dr. Sabine Geißler-Strobel von der IAN wies unter anderem auf die wichtige Bedeutung von extensiven Äckern hin, besonders wenn man sie, wie am Heuberg, als lichte, biologisch bewirtschaftete Getreidereinbestände oder in Mischung mit Hülsenfrüchten vorfindet. Wichtig als Herbst- und Winterfutterflächen seien auch Stoppeläcker, die nach der Getreideernte noch stehen bleiben dürfen. „Am besten mit einer direkt eingesäten Zwischenbegrünung, dann gibt es noch mehr Deckung und Nahrung in der kalten Jahreszeit.“ Dass dies auch ackerbauliche Vorteile hat, erläuterte Dr. Katharina Weiß vom Landwirtschaftsamt: „Eine Zwischenfrucht als Direktsaat tut dem Boden gut und spart Arbeitsgänge.“
Die anwesenden Landwirte nahmen die Empfehlungen der Projektpartner interessiert auf und diskutierten eifrig über das Für und Wider einzelner Maßnahmen. „Hinweisschilder wären gut, um den hohen ökologischen Wert von unordentlich aussehenden Feldern zu erklären“, war eine Anregung, die auch bereits im Projekt geplant ist. „Wie soll das Zuwachsen mit Gebüschen verhindert werden, wenn man Gewässerrandstreifen aus der Nutzung nimmt?“, so eine andere Diskussion. Fest stand für einen anwesenden Landwirt und Imker: „Die mehrjährigen Blühmischungen sind gut für die Bienen, denn dann steht und blüht das ganze Jahr etwas.“
Weitere Partnerbetriebe sind herzlich willkommen! Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/ oder bei Thorsten Teichert, t.teichert@vielfalt-kreis-tuebingen.de, Telefon 07473 / 270-1075.


Da kommt nur Regionales in die Tüte

Kolja Schümann, Thomas Schäfer, Wolfgang Eissler, Eckhart Wizemann und Landrat Joachim Walter verkosten die Tü-Bio-Milch. Frau Fimpel betreut die Verkostungsaktionen ab September in den Verkaufsstellen. © VIELFALT e.V.

Im Jahr 2010 gründeten fünf Biobauern aus dem Landkreis Tübingen auf dem Birkenhof in Bodelshausen die Tübinger Biomilch-GmbH, damit die Menschen im Kreis Tübingen nach der Schließung der Tübinger Stadtmolkerei nicht auf „ihre“ regionale Biomilch verzichten müssen. Für die eigenen Produktionsgebäude und Maschinen waren große Investitionen nötig, die über eine Bürgerbeteiligung mitfinanziert wurden. Im Jahr 2015 konnten über das Förderprojekt PLENUM zusätzliche Mittel für die Weiterentwicklung der Vermarktungsstrukturen gewonnen werden. Dank der Ausdauer der Biobauern und des neuen Marketingkonzepts kann die unter dem Namen TüBio bekannt gewordene Biomilch nun auch überregional angeboten werden. Im Rahmen eines Pressetermins bei Familie Schäfer auf dem Birkenhof in Bodelshausen informierten sich Anfang August auf Einladung von Landrat Joachim Walter in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins VIELFALT e.V. zahlreiche Pressevertreter über das regionale Milchprojekt.
 
Betriebsinhaber Thomas Schäfer erklärte das Konzept des Produkts und seiner besonderen Verpackung. Diese ist entgegen des ersten Eindrucks nicht aus reinem Kunststoff, sondern besteht zu 40 % aus Kreide. Im Vergleich zu anderen Ein- und Mehrwegverpackungen erzeugt die leichte Verpackung weniger Müll und spart Energie.
 
Kolja Schümann, Geschäftsführer von VIELFALT e.V., erklärte wie der Verein mit Hilfe des PLENUM-Programms die Biopioniere unterstützen konnte – bislang mit rund 26.000 Euro. So konnte ein Marketingkonzept erarbeitet werden, um insbesondere Kundenakquise und Verkaufsförderung zu professionalisieren. Mit personeller Unterstützung finden nun auch Promotionsaktionen in den Märkten statt. Für das kommende Jahr ist eine weitere Förderung vorgesehen.
Erfreulich ist, dass die verkaufte Milchmenge seit Projektbeginn (2015) von 200.000 auf 300.000 Liter Milch/Jahr gesteigert werden konnte. Nun arbeiten alle Akteure am Erreichen der Zielmarke von 400.000 Litern pro Jahr. „Das TüBio-Projekt passt perfekt zur Philosophie von PLENUM“, sagte Landrat Joachim Walter. Mit solchen und ähnlichen Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft/Naturschutz und Landwirtschaft/Vermarktung können wir getreu dem Motto „Schützen durch Nützen“ Wirtschaftsweisen erhalten, die zum Erhalt unserer Kulturlandschaft beitragen.
 
Im Zeitraum 2013-2017 floss rund 1 Million Euro aus dem Landesprogramm PLENUM in Maßnahmen im Landkreis Tübingen. Insgesamt wurden damit Projekte im Umfang von rund 2,4 Mio. Euro realisiert, die dem Naturschutz, der Landschaftspflege und den Menschen in unserem Landkreis zu Gute kommen.
 
Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie hier. (247,6 KiB)
Infos zum Projekt TüBio gibt es unter www.tue-bio.de
Infos zum Förderprogramm PLENUM und zu den Aktivitäten des Vereins VIELFALT e.V. gibt es unter www.vielfalt-kreis-tuebingen.de


Bericht zur öffentlichen Führung: Rebhuhn-Schutzprojekt im Landkreis Tübingen zieht positive Zwischenbilanz

Interessierte betrachten unter Anleitung von Frau Geißler-Strobel einen Stoppelacker
Interessierte bei der Rebhuhn-Führung. © VIELFALT e.V.

Im Sommer blühen auf mehrjährigen Brachflächen Sonnenblumen, Gelber Steinklee und weitere Pflanzen. In den Wintermonaten fallen abgesägte Bäume und Sträucher vielen Menschen ins Auge. Doch was hat es mit den Blühbrachen und der Heckenpflege im Landkreis Tübingen auf sich? Beides sind wichtige Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn.

Bei einer öffentlichen Führung am Freitag, 3. August, stellte Karin Kilchling-Hink, Leiterin des Rebhuhn-Schutzprojekts im Landkreis Tübingen, Schutzmaßnahmen für die bedrohten Feldvögel vor. Ausgehend von der Uhlandhalle in Rottenburg-Wurmlingen führte der zirka zweieinhalbstündige Spaziergang die rund ein Dutzend interessierten Gäste zu Niederhecken, Blühbrachen und Stoppeläckern. Die Biologin erklärte, wo Rebhühner leben, wie sie ihre Jungen aufziehen und warum die Tiere vom Aussterben bedroht sind. Für 2018 gab es positive Nachrichten: Die Rebhuhnbestände haben sich dank der Schutzmaßnahmen leicht erholt.

VIELFALT e. V.  ist eng in die Umsetzung des Vorhabens eingebunden und berät, gemeinsam mit dem Landratsamt und mit Unterstützung der Projektbeteiligten von NABU und Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN), Landwirte und Kommunen. Dieser Schritt ist entscheidend, um auf der Basis der fachlich fundierten Maßnahmenkonzeption, die im Rahmen des Vorhabens erarbeitet wurde, die richtigen Maßnahmen an den richtigen Orten umzusetzen. Hierbei ist der Erfolg des Vorhabens maßgeblich von der Bereitschaft unserer Landwirte abhängig, die sich erfreulich rege beteiligen. So konnten in den vergangenen drei Jahren insgesamt 30 ha Blühbrachen angelegt werden, die exakt auf die Ansprüche der Feldhühner abgestimmt sind. Auch die Heckenpflege funktioniert nur in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Kommunen.

Das mit Landesmitteln des Naturschutzprojektes PLENUM über den Verein geförderte NABU-Projekt „Rebhuhnschutz im Landkreis Tübingen“ ermöglicht auf diese Weise vor Ort die Umsetzung von Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn und viele weitere bedrohte Feldvögel.

Mehr Infos zum Projekt unter www.NABU-Vogelschutzzentrum.de/rebhuhn


Wettbewerb "swt-Umweltpreis" mit 30.000 Euro Fördermitteln

Die Stadtwerke Tübingen laden auch dieses Jahr zur Teilnahme am Wettbewerb "swt-Umweltpreis" ein. Gemeinnützige Gruppen, Vereine, Schulen und ökologische Initiativen können sich unter www.swt-umweltpreis.de mit einem Projekt bewerben. Dabei soll es sich um ein regionales Projekt handeln, das vor Ort einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Die ersten 20 Bewerber bekommen eine Basisspende in Höhe von 250 Euro.

Die Online-Abstimmung beginnt am 16. Oktober. Zehn Projekte werden mit Preisgeldern zwischen 500 und 3.000 Euro gefördert.


Honigschleudern an der Burghofschule Ofterdingen

Am 05.07.2018 konnten die Schüler der Imker-AG an der Burghofschule nicht nur selbst bei der Honigverarbeitung helfen, sondern auch den dabei gewonnen leckeren Honig probieren.
Der Freundeskreis der Schule hatte im vergangenen Jahr bereits gemeinsam mit PLENUM die Erstausstattung für die neu gegründete Imker-AG gefördert. Seitdem sind die Schüler fleißig am Werk und besuchen zusammen mit dem Revierförster und Imker Reinhold Gerster sowie den betreuenden Lehrkräften Olaf Schneider und Karin Münziger regelmäßig die schuleigenen Bienenvölker. Im letzten Jahr konnten dabei rund 25 kg Honig gewonnen werden – in diesem Jahr wird die doppelte Ausbeute erwartet. Die Schüler der Imker-AG lernen neben der Honigverarbeitung auch mehr über die fleißigen Honigbienen selbst sowie über die Vielfalt und ökologische Bedeutung von Wildbienen. Die vergleichsweise neue Imker-AG reiht sich in ein inzwischen breites Umweltbildungsangebot der Schule ein. So verfügt die Burghofschule nicht nur über ein Waldprojekt, sondern auch über ein Streuobstwiesenprojekt bei welchem in den vergangenen Jahren auch ausgebildete Streuobstpädagogen mit den Schülern auf den Streuobstwiesen in Ofterdingen allerhand über die Artenvielfalt in dieser wertvollen Kulturlandschaft sowie über die Verwertungsmöglichkeiten von Streuobst gelernt haben.


Zusammen für das Rebhuhn im Landkreis - 2. "Runder Tisch Rebhuhn"

Im Rahmen des 2. "Runden Tisch Rebhuhn" wurde zuerst eine Maßnahmenfläche besichtigt, anschließend wurde im Sonnenzentrum rege diskutiert, welche weiteren Aktivitäten für das Rebhuhn sinnvoll sind. © VIELFALT e.V.


Am 25.06.2018 fand der 2. "Runde Tisch Rebhuhn" in Oberndorf statt. Zuerst wurde eine Maßnahmenfläche besichtigt, anschließend tauschten sich Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft, Forst und Jägerschaft darüber aus, wie es aktuell um das Rebhuhn im Landkreis bestellt ist und welche weiteren Aktivitäten sinnvoll sind.

Viele engagierte Jäger, Landwirte und Naturschützer setzen sich seit Jahren für das Rebhuhn ein. Auch VIELFALT e.V. bemüht sich gemeinsam mit diesen Akteuren und dem Landratsamt Tübingen darum, Maßnahmen für den Schutz und die Förderung des Rebhuhns und anderer typischer Feldvogelarten voranzubringen. Diese Bemühungen sind 2017 in ein Projekt des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen gemündet. Unmittelbares Ziel ist die von Landwirtschaftsbetrieben freiwillig und finanziell auskömmlich durchgeführte „Rebhuhn-freundliche“ Bewirtschaftung einer deutlich zunehmenden Zahl von Ackerflächen. Dabei werden mehrjährige Blühbrachen angelegt, die speziell auf die Ansprüche der seltenen Feldhühner angepasst sind (sogenannte "Göttinger Mischung"). In Kombination mit der regelmäßigen Pflege von Feldhecken, welche wichtige Rückzugsorte für Rebhühner darstellen, helfen diese Schutzmaßnahmen den Tieren ihren Bestand zu halten oder sogar zu erweitern.

Aktuelle Kartierergebnisse zeigen eine erfreuliche Bestandsentwicklung und deuten auf erste Erfolge der umgesetzten Maßnahmen hin. 2017 konnte sich der Bestand mit 34 Revieren auf dem (niedrigen) Niveau von 2015 halten. 2018 wurden bereits 61 Reviere innerhalb der Landkreisgrenze registriert. Ein toller Erfolg, der dazu ermuntert die Umsetzung der Maßnahmenkonzeption weiter voran zu bringen und dabei optimistisch nach vorne zu blicken!

Langfristig kann eine Gesamtpopulation jedoch erst ab einem Bestand von mehr als 250 Rebhühnern als gesichert gelten – gemeinsam gibt es also noch einiges zu tun.

Mehr über das Projekt finden Sie auf der Homepage des NABU Vogelschutzzentrums:
https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/

Auch auf Landesebene bewegt das Gemeinschaftsprojekt von LAZBW Wildforschungsstelle und Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. „Allianz für Niederwild“ viel Positives in Sachen Rebhuhnschutz. Nähere Infos zu diesem Projekt finden sich unter:
https://www.landesjagdverband.de/projekte/allianz-fuer-niederwild/das-projekt/


Fernsehbeitrag zum Spitzberg bei SWR "natürlich!"

In der SWR-Fernsehreihe "natürlich!" vom 05.06.2018 wird der Spitzberg - "ein Eldorado für Tier- und Pflanzenarten" - vorgestellt.
Auch die wissenschaftlichen Erfassungen, die zum aktuellen PLENUM-Projekt "Spitzberg-Buch" führen, werden dort erläutert. In diesem Buch sollen unter anderem die Ergebnisse der aktuellen Erfassungen von ausgewählten Tiergruppen mit der letzten umfassenden Arbeit aus dem Jahre 1966 verglichen werden. Solche Vergleiche liefern die entscheidende Basis, um zukünftige Naturschutzanstrengungen effektiv zu gestalten.

Hier gelangen Sie zum Fernsehbeitrag.


Neue Bienenfreuden und Bienenfreunde bei der JVA Rottenburg

Hr. Brüssel (Mitte links) hat die neuen Völker bei Bio-Imker Hr. Markowis erworben (links). Hr. König vom Bezirksverein der Imker Rottenburg e.V. (Mitte rechts) und Hr. Schümann von VIELFALT e.V. (rechts) überzeugen sich vom guten Saisonauftakt der Bestäuber. © VIELFALT e.V.


Am 8. Mai wurde die PLENUM-geförderte Imkereiausstattung an Herrn Späth von der Justiz- und Vollzugsanstalt in Rottenburg offiziell übergeben. Mit den zusätzlich sechs Völkern, wird ein sehr gut nachgefragtes umweltpädagogisches Angebot ausgebaut.
Johannes Späth von der Anstaltsleitung begleitet gemeinsam mit dem Initiator des Projekts, Herrn Gerhard  Brüssel von der Straffälligenhilfe und Sozialberatung Südwürttemberg-Hohenzollern e.V., die Straffälligen praktisch bei der Arbeit mit den Bienen innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. Dabei erlebt er regelmäßig, wie diese Arbeit den Inhaftierten gut tut. Die Straffälligenhilfe bietet mit der Imkerei eine Freizeitgestaltungsmöglichkeit mit der die Resozialisierung von Inhaftierten gefördert wird, die sich sonst aus individuellen Gründen kaum aus Ihren Zellen begeben. Ihnen wird durch fachmännische Anleitung die Möglichkeit gegeben, sich mit den Insekten und deren Funktion im Ökosystem Streuobstwiese zu befassen. Sie übernehmen schon bei einfachen Arbeitsschritten Verantwortung und erleben die Erfolge der Bienen und der eigenen Arbeit. Vorerfahrungen mit den Bienenvölkern innerhalb der Mauern zeigen, dass sich die Menschen von den Bienen in ihren Bann ziehen lassen und Begeisterung an dieser regelmäßigen Tätigkeiten zeigen. Zudem freut man sich über die willkommene Abwechslung im Speiseplan, wenn „geerntet“ wird.
Das Projekt geht Hand in Hand mit der Pflege und Inwertsetzung der JVA-eignen Streuobstwiesen durch die landwirtschaftliche Arbeitsgruppe. Der Arbeit in den Obstwiesen sichert deren Fortbestand und ein kontinuierliches Blütenangebot. In diesem Frühjahr, konnten sich die Bienen an der Blütenexplosion der Obstbäume laben und im Laufe des Jahres profitieren sie vom vielseitigen Nektar- und Pollenangebots der blumenbunten Wiesen.
 
Die VIELFALT-Geschäftsstelle freut sich über ein weiteres, gelungenes Förderprojekt, das sich zugleich der Bewusstseinssteigerung für unsere Kulturlandschaft und somit dem Erhalt der Streuobstwiesen im Landkreis Tübingen widmet.


Noch mehr Genuss am „Früchtetrauf" – Mössingen eröffnet zwei neue Premium-Spazierwanderwege

Am Sonntag, 06. Mai um 11Uhr, wurden die neuen „Premium-Spazierwanderwege“  Streuobstwegle (3,6 km – ca. 1 Stunde) und  Leisawegle (4,8 km – ca. 1,5 Stunden) durch Oberbürgermeister Michael Bulander und Landrat Joachim Walter offiziell eröffnet. Jochen Becker vom deutschen Wanderinstitut überreichte den beiden Würdenträgern feierlich die Urkunden. Mit den Zertifikaten bescheinigte Becker die besonderen Qualitäten beider Routen, von denen er sich sichtlich begeistert zeigte. Musikalische Umrahmung und heitere Atomsphäre machten die Zeremonie am gemeinsamen Ausgangspunkt der Wegle, dem Wanderparkplatz „Linden“ südostlich von Mössingen, zu einem sehr schönen Genussauftakt. Planung und Umsetzung wurden mit verschiedensten Beteiligten langwierig und intensiv – aber stets konstruktiv, wie Oberbürgermeister Bulander betonte – abgestimmt und durch PLENUM Tübingen gefördert.
 
Eingebettet wurde die Veranstaltung in einen gemeinsamen Aktionstag mit dem Netzwerk Streuobst und NABU Mössingen. So gab es bei herrlichem Wetter viele Möglichkeiten die Natur zu erleben: ob Baden im Blütenmeer mit interessanten Informationen zum Thema Streuobstwiesen, ein Blick ins Ökomobil beim NABU-Vogelschutzzentrum oder einfach dem Genießen der Landschaft bei einer kurzen Kutschfahrt. Zahlreiche Gäste machten sich auch bei geführten Wanderungen direkt auf den Weg zum Landschaftsgenuss.

Glücklich und zufrieden mit den Urkunden in der Hand -  Oberbürgermeister Michael Bulander (links) und Landrat Joachim Walter  © VIELFALT e.V.
Zahlreiche Gäste machten sich bei geführten Wanderungen direkt auf den Weg zum Landschaftsgenuss. ©  VIELFALT e.V.

Den Landkreis genießen

Die Broschüre zur Veranstaltungsreihe; © Landratsamt Tübingen

„Den Landkreis genießen“ – so lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe, mit der der Landkreis Tübingen, der Verein VIELFALT e.V. und viele regionale Erzeuger auf eine kulinarische Reise durch die Heimat einladen. Neben einer Vielzahl an Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten verfügt der Landkreis Tübingen auch über eine große Vielfalt an nachhaltig erzeugten Produkten. Mit Können und Herzblut stellen Familienbetriebe und Kleinerzeuger hochwertige Produkte her und leisten damit einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und naturschutzrelevanter Flächen.
 
Bei 20 Einzelveranstaltungen rund um den regionalen Genuss können Erzeugerbetriebe, Höfe und Regionalläden, aber auch Streuobstwiesen und Weinberge besichtigt und hautnah erlebt werden. Die Teilnehmer erfahren in authentischer Atmosphäre, wer hinter den Produkten steckt und wie sie hergestellt werden. Neben Kostproben gibt es auch wertvolle Tipps zur Verwendung und Weiterverarbeitung der heimischen Produkte.
„Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir den Menschen im Landkreis die Schaffenskraft unserer Erzeugerbetriebe näher bringen. Dabei kann man die Verbindung von Tradition, Gaumenfreude und Natur erleben und gleichzeitig erfahren, welche große Bedeutung die Arbeit der Betriebe für den Erhalt unserer Kulturlandschaft hat“, betont Landrat Joachim Walter.
 
In der Broschüre der Veranstaltungsreihe (7,769 MiB) finden Sie alle Termine, teilnehmende Betriebe und Informationen zur Anmeldung zu den Veranstaltungen.


UM-NABU-Förderprojekt „Natur nah dran“ (Biologische Vielfalt in Kommunen)

Durch das Förderprojekt „Natur nah dran“ werden jährlich Projekte für mehr biologische Vielfalt in Kommunen gefördert. Alle Kommunen im Land, die noch keine Förderung im Rahmen von „Natur nah dran“ erhalten haben, können sich dafür jährlich bis zum 31. Dezember bewerben, also für die aktuelle Bewerbungsrunde noch bis zum 31.12.2018. Dazu müssen das ausgefüllte Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben und ein einfacher Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmenflächen eingesandt werden. 2018 war die Gemeinde Kusterdingen unter den Gewinnern.Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des NABU Baden-Württemberg.


29. Zwiefalter Naturfonds-Wettbewerb

Vor mehr als 25 Jahren hat Zwiefalter Klosterbräu den Zwiefalter Naturfonds ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Wir schützen unsere Natur und Umwelt“ soll der ehrenamtliche Einsatz für einen nachhaltigen Natur- und Umweltschutz in der Region honoriert werden. So gibt es nun bereits zum 29. Mal für Umweltprojekte in der Region 5.000 Euro zu gewinnen.Einsendeschluss für den Naturfonds-Wettbewerb ist der 31.12.2018.Weitere Informationen finden Sie unter zwiefalter.de.


Seite drucken nach oben