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Aktuelles

LNV-Stiftung fördert Naturschutzprojekte

Damit gute Projekte nicht an den Kosten scheitern… Antragsfrist 30.04.2021
Gute Nachrichten für alle ehrenamtlichen Naturschützer*innen und Umweltgruppen: Die LNV-Stiftung fördert wieder Ideen und Aktivitäten, die helfen, die Natur und die Artenvielfalt in BW zu erhalten, sei es durch Biotopschutz, Umweltbildungsarbeit oder weitere konkrete Maßnahmen. Anträge stellen können bevorzugt Personen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren.
https://lnv-bw.de/stiftung/

Bundeswettbewerb insektenfreundliche Landwirtschaft „Land.Vielfalt.Leben.“

Insekten schützen und gewinnen!
Wir unterstützen den Bundeswettbewerb „Land.Vielfalt.Leben." des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Haben Sie Blühstreifen oder Hecken angelegt, in denen Insekten Futter und Unterschlupf finden? Integrieren sie blühende Zwischenfrüchte oder Untersaaten in Ihre Fruchtfolge? Oder haben Sie eine andere Maßnahme umgesetzt, um Insekten in Agrarlandschaften besser zu schützen? Dann bewerben Sie sich!
Unter allen landwirtschaftlichen Betrieben und Kooperationen, die sich bis zum 28. Februar 2021 mit ihren Aktivitäten zum Insektenschutz bewerben, wählt eine unabhängige Jury sechs Gewinnerinnen und Gewinner aus.
Informationen zum Wettbewerb und die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf www.land.vielfalt.leben.de.

Blühende Oasen am Straßenrand - Verkehrsminister Hermann ruft die Kommunen im Land auf, sich für den Insektenschutz stark zu machen

Ein neues Jahr hat begonnen und damit auch eine neue Runde des Wettbewerbs „Blühende Verkehrsinseln" des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Ge-sucht werden wieder die pollen- und nektarreichsten Rastplätze, Kreisverkehre und sonstigen straßenbegleitenden Flächen. Alle Kreise, Städte und Gemeinden Ba-den-Württembergs haben nun erneut die Chance, ihre insektenfreundlichen Flä-chen an Straßen für die dritte Runde ins Rennen zu schicken.

Zugelassen sind alle Flächen an Gemeinde-, Kreis-, Landes- und Bundesstraßen, in den Kommunen oder außerhalb davon. Das können klassische Verkehrsinseln, Rastplätze oder auch Straßenböschungen sein. Die Flächen müssen in den ver-gangenen drei Jahren aufgewertet worden sein oder noch bis zum 31. Mai 2021 umgestaltet werden. Ein Informationsbrief des Verkehrsministeriums rund um den Wettbewerb ist bereits auf dem Weg zu den Kommunen. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. Mai 2021.

Mehr Infos finden Sie hier!

Sonderförderung 2021 für Projekte zur Naturschutz- und Umweltpädagogik

Mit der Sonderförderung unterstützt die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Jahr 2021 zusätzlich Projekte zum Thema Naturschutz- und Umweltpädagogik mit dem besonderen Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Antragsberechtigt sind gemeinnützige nicht-staatliche Umwelt- und Naturschutzzentren und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg, deren Tätigkeitsschwerpunkt auf dem Gebiet Naturschutz- und Umweltpädagogik liegt.

Im Rahmen der Sonderförderung können vielfältige Aktivitäten gefördert werden, beispielsweise die Durchführung praktischer Maßnahmen in Verbindung mit Umweltbildung, Umweltpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Durchführung von Bildungs- und Informationsveranstaltungen oder projektbezogene Investitionen, etwa für die Anschaffung von Geräten, bauliche Maßnahmen, Grunderwerb im Zusammenhang mit einer Maßnahmenumsetzung.

Die Zuwendung erfolgt als Vollfinanzierung oder Teilfinanzierung und kann bis zu einer Höhe von 20.000 Euro für ein Projekt gewährt werden; Anträge auf eine Zuwendung von weniger als 5.000 Euro können nicht berücksichtigt werden. Die Ausschreibung „Sonderförderung 2021“ finden Sie hier.

Für die „Sonderförderung 2021“ gilt eine Antragsfrist; die Frist endet am 1. März 2021.

Weitere Infos finden Sie auch auf der Homepage

Die bundesweite NaturErlebnisWoche findet im kommenden Jahr in Baden-Württemberg vom 30. April - 07. Mai 2021 statt.

Unter dem Motto „Wilde/Weide/Walks im Ländle“ wollen wir diesmal naturnahe Weideprojekte und die Artenvielfalt offener und halboffener Landschaften mit ihren Wiesen und Weiden vor Ort erlebbar machen.
 
Sie möchten bei der Naturerlebniswoche mitwirken? Einzelpersonen, Landschaftsführerinnen und Landschaftsführer, Naturschutzgruppen, Natur- und Heimatverbände, Freilichtmuseen oder Obst- und Gartenbauvereine  ̶  alle, die sich mit einer eigenen Veranstaltung an der NaturErlebnisWoche beteiligen wollen, sind herzlich willkommen. So machen Sie auf Ihre Initiative oder Ihr Projekt aufmerksam und gleichzeitig auf das facettenreiche Naturerlebnisland Baden-Württemberg.
 
Die Umweltakademie unterstützt Sie als Akteur durch:

-Hilfestellung bei der Pressearbeit 
-OrganisationsanleitungUnterstützung bei der Werbung durch Flyer und Poster
-und natürlich die Werbung für Ihre Aktion auf dem Portal der NaturErlebnisWoche

Förderprogramm Blühflächen und Biodiversitätspfade

Die Landesregierung hat sich vor dem Hintergrund des alarmierenden Artenschwundes zum Ziel gesetzt, den Schutz der Biodiversität im Land mit verschiedenen Handlungen und Maßnahmen zu stärken.
Neben der Umsetzung des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt und dem Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) ist eine weitere Maßnahme, die Anlage von Blühflächen und Biodiversitätspfaden zur Erhaltung der Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt sowie zur Umsetzung des Biotopverbundes auf kommunalen Flächen zu fördern. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat hierzu ein Förderprogramm zur Förderung von Blühflächen und Biodiversitätspfaden aufgelegt.

Anträge für Blühwiesen, Blühflächen und Blühstreifen für das Antragsjahr 2021, sind bis spätestens 30. Juni 2021 beim zuständigen Regierungspräsidium einzureichen.

Anträge für Biodiversitätspfade für das Antragsjahr 2021, sind bis spätestens 28. Februar 2021 beim zuständigen Regierungspräsidium einzureichen.

Weitere Infos finden Sie hier

Geldgeber sucht Landschaftspflegeprojekt – AgoraNatura ermöglicht Investitionen in Projekte vor Ort

Unter www.agora-natura.de können sich Privatpersonen und Unternehmen ab jetzt an der Finanzierung und Durchführung vielfältiger Landschaftspflegeprojekte beteiligen. Schon durch kleine Investitionen werden Streuobstwiesen erhalten, wertvolles Ackerland entwickelt oder Schutzflächen für bestimmte Tierarten eingerichtet.

„Regionale Weihnachtsgeschenke“ – Bei Erzeugern aus dem Landkreis einkaufen und so zu Weihnachten doppelt Freude verschenken

Die Adventszeit naht und damit auch die Wochen, in denen auf diversen Weihnachtsmärkten nach einzigartigen, schönen, schmackhaften und besonderen Geschenken gesucht wird. Leider aber nicht in diesem Jahr. Um die PLENUM-Erzeuger*innen etwas zu unterstützen und Ihnen als Verbraucher den Zugang zu Produkten aus dem Landkreis Tübingen zu erleichtern, hat der Verein VIELFALT das Projekt „Regionale Weihnachtsgeschenke“ gestartet. Dabei werden in einzelnen Verkaufsstellen im Landkreis und bei den Erzeuger*innen selbst verschiedene weihnachtliche PLENUM-Produkte (1,176 MiB) zu finden sein.
 
Sollten Sie also noch auf der Suche nach regional und fair hergestellten Geschenken sein, dann nutzen Sie die Chance und besuchen nach Absprache die Erzeuger*innen:

-Steinlachtäler Cidre aus Streuobst-Äpfeln (OGV Gomaringen, erhältlich nur im Café Pausa)
-Winzerglühwein aus der Acolon-Traube aus Unterjesingen (Weinbau Bischlager
-Honig-Balsamessig aus Pfrondorf (Bienenstube
-Walnussöl aus Entringen (Lindenhof Haischt
-BIOLAND-Mispellikör oder -brand aus Ergenzingen (Edelobstbrennerei Baur
-Pflaumenlikör in Formflaschen aus Stockach (Edelbrandbrennerei Junger)
-Geschenkkorbvariationen mit Streuobstspezialitäten wie Essig, Fruchtaufstriche und Brände aus Hagelloch (Rosis-Schnaps-Idee)

...oder eine der folgenden Verkaufsstellen:
-Café Pausa, Mössingen
-Emmy Lindgrün, Gomaringen
-Kastanienhof, Bodelshausen
-Regionalladen, Rottenburg

Ökologische Vielfalt in Gräben durch die richtige Pflege

Maschinenvorführung zur ökologischen Grabenpflege

Am 06.10. fand in Kusterdingen-Jettenburg eine vom Landratsamt Tübingen und Landschaftserhaltungsverband VIELFALT organisierte Schulung und Maschinenvorführung zur Pflege von Gräben statt. Inhaltlich ging es um die Bedeutung von Gräben in der freien Landschaft für die ökologische Vielfalt und um konkrete Methoden, Maschinen und Techniken, die bei der Pflege zum Einsatz kommen.
Nach der Begrüßung durch den Kusterdinger Bürgermeister Dr. Soltau folgte ein theoretischer Input zu gesetzlichen, aber auch ökologischen Aspekten von Gräben und deren Pflege. Gegen 14 Uhr machte sich die Veranstaltungsgruppe dann auf den Weg nach draußen, um dort verschiedene Maschinen und Techniken der Grabenpflege im direkten Einsatz zu begutachten. Dabei wurden viele Fragen diskutiert und es gab weiteren fachlichen Input zu den Arbeitsweisen, den einzelnen Maschinen und Aspekten der Biodiversität.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und Teilnehmern*innen für die gelungene Veranstaltung. Ein besonderer Dank geht an die Gemeinde Kusterdingen für das Bereitstellen des Veranstaltungsortes.
https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-steinkauz/

Helfende Hände für den Steinkauz – Start der ehrenamtlichen Betreuung von Nisthilfen im Landkreis Tübingen

Ingrid Stützle und Michael Eick führten in die Betreuung von Steinkauz-Nisthilfen ein
Ingrid Stützle und Michael Eick führten in die Betreuung von Steinkauz-Nisthilfen ein

Im Rahmen des PLENUM-geförderten Steinkauzschutzprojekts des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen erhielten am 25. & 26.9. mehr als 30 Interessent*innen eine Einführung in die Betreuung der Steinkauz-Nisthilfen. Im Rahmen des PLENUM-Projekts wurden bereits im Januar 2020 im gesamten Landkreis 37 Niströhren für den Steinkauz ausgebracht. Diese sollen nun durch interessierte Ehrenamtliche betreut werden, bereits 41 Personen haben Interesse daran angemeldet.
Am Freitag den 25.9. erhielten die Interessierten zuerst eine allgemeine Einführung in die Thematik durch Ingrid Stützle (NABU Vogelschutzzentrum Mössingen) und Michael Eick (NABU Rems-Murr). Da es nicht genug Baumhöhlen in unserer Region gibt, ist das Überleben des bedrohten Steinkauzes von menschlicher Hilfe durch das Bereitstellen von Brutröhren abhängig.
Am Samstag den 26.9. wurde dann die Nistkastenkontrolle im Gelände demonstriert und von den Interessent*innen selbst eingeübt.
Weitere Informationen sowie Kontaktdaten für weitere interessierte Steinkauz-Betreuer*innen finden Sie unter: https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-steinkauz/

MOSCHT! und MOSCHT!-Schorle bereichern die PLENUM-Produktfamilie

Der Klassiker: Most aus Apfel und Birne von der Streuobstwiese der Familie Schmid; © Streuobstgut Tübingen

Seit 1977 bewirtschaftet Familie Schmid Streuobstwiesen in der Region Tübingen. Der zentrale Tätigkeitsbereich ist die Ernte und Weiterverarbeitung der Früchte zu hochwertigen Streuobstprodukten. Seit August 2020 vermarktet Familie Schmid unter ihrem Betriebsnamen Streuobstgut Tübingen nun auch MOSCHT! (Apfel-Birnenwein) und MOSCHT!-Schorle (Apfel-Birnenwein mit saurem Sprudel). Die beiden Erzeugnisse bereichern die PLENUM-Produktfamilie nicht nur durch ihr modernes Design, sondern vor allem durch das praktische Gebinde: 0,33 l-Flasche.
Wir freuen uns, dass über das Förderprogramm PLENUM die Entstehung der beiden Produkte unterstützt werden konnte. Bezuschusst wurde die Entwicklung des neuen Betriebslogos und der Produktetiketten. Das Vorhaben war förderfähig, weil die Produkte von Familie Schmid einen Naturschutzbeitrag ermöglichen. Durch den Verkauf der Produkte rentiert sich die aufwendige Bewirtschaftung naturschutzwichtiger Streuobstwiesen im Landkreis Tübingen.

Ergänzend zum Klassiker gibt es die die MOSCHT!-Schorle mit saurem Sprudel; © Streuobstgut Tübingen

Nähere Infos zum Streuobstgut Tübingen: www.streuobstgut.de

Die Presse berichtete:
Der Beitrag von RTF1 am 09.08.2020
Schwäbisches Tagblatt vom 11.08.2020

Birnbäume als Botschafter der Streuobstwiesen - Hagellocher Birnenweg eröffnet

Anstoßen auf die Eröffnung des Hagellocher Birnenwegs
Anstoßen auf die Eröffnung des Hagellocher Birnenwegs

Am 04.08.2020 wurde der Hagellocher Birnenweg "Streuobstriesen" offiziell eröffnet und der Presse präsentiert. Der Dorf- und Kulturverein Hagelloch e.V. (DOKU) hat - mit Hilfe einer PLENUM-Förderung und fachlicher Unterstützung durch VIELFALT e.V. - einen 5,7 km langen Rundweg realisiert und mit 9 Infotafeln, Markierungen bedeutender Birnbäume und einer begleitenen Broschüre ausgerüstet.
Durch den Birnenweg ist es dem DOKU gelungen, "die Birnbäume aus ihrem Schattendasein zu holen und zu Leuchttürmen und Botschaftern der Streuobstwiesen zu machen", lobte der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner. Der Rundweg macht Spaziergänger, Touristen und Streuobst-Interessierte auf die besondere Bedeutung von großen Birnbäumen und den naturschutzfachlichen Wert der heimischen Streuobstwiesen aufmerksam. Auch Oberbürgermeister Palmer hob hervor, dass die Kulturlandschaft gepflegt werden muss und dass der Birnenweg ein gutes Mittel ist, dies der Öffentlichkeit klar zu machen.
Weitere Informationen und die Karte und Broschüre zum Birnenweg gibt es unter: http://www.doku-hagelloch.de/birnenweg-hagelloch.html

Per Mausklick zum Streuobstwiesen-Stückle - "MyStückle.de" wurde erweitert

Pressetermin MyStückle auf der Olgahöhe Mössingen
Die Projektpartner informierten auf der Streuobstwiese über die Erweiterung von "MyStückle.de"

Schon seit 2015 gibt es in Mössingen das PLENUM-Projekt „myStückle.de“ - eine Online-Plattform, auf der die Stadt und der Verein "Netzwerk Streuobst Mössingen" Wiesengrundstücke verpachten. Das war so erfolgreich, dass von den bisher erfassten Wiesen nur noch 13 übrig waren. Durch eine erneute PLENUM-Förderung war es nun möglich, den Internet-Auftritt zu verbessern und zu erweitern, so dass Interessierte nun auf aktuell 87 freie Pachtgrundstücke zugreifen können. Insgesamt umfasst die Plattform nun 453 Stückle mit über 3.300 Bäumen.
Am 23.07.2020 wurde die überarbeitete Plattform freigeschaltet und die Presse darüber informiert, inmitten der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe Mössingen.
Das Angebot von MyStückle richtet sich auch an junge Familien. Es sei immer Tradition gewesen, dass man mit der Familie zum Apfelernten gehe, sagte Ulrich Eder vom "Netzwerk Streuobst" dem SWR. Wobei es nicht nur um Äpfel geht, auch andere Obstbäume stehen zur Wahl: etwa Zwetschgen, Birnen oder Mirabellen. Im Online-Angebot gibt es Karten, die zeigen, wo welche Wiesen und Bäume frei sind.
Wer unerfahren ist, kann sich helfen lassen. Obst- und Gartenbauvereine zum Beispiel bieten regelmäßig Schnittkurse an. Auch das Netzwerk Streuobst hilft bei Bedarf weiter und leiht Geräte aus über den Streuobst-Geräteverleih "Schaff's gut".
Nebenbei sind die Pächter dann auch noch Pfleger der Kulturlandschaft. „Nur so bleibt der Lebensraum Streuobstwiese erhalten“, erklärte Fabian Roser von VIELFALT. Der PLENUM-Zuschuss soll dafür sorgen, dass von Schlüsselblume bis Wiesensalbei und von Halsbandschnäpper bis Wendehals viele Pflanzen und Tiere profitieren.

Die Presse zu myStueckle :
Beitrag auf RTF1 am 23.7.2020 (direkt zum Video)
Schwäbisches Tagblatt vom 24.7.2020

Information zum Alpenbock-Käfer, für Brennholznutzer am Albtrauf rund um Mössingen

Der Alpenbock hat mit seiner Größe von fast vier Zentimetern, der blauen Färbung und den langen Fühlern eine sehr auffällige und schöne Gestalt. Weil diese Art sehr selten ist, ist sie durch die europäische Flora-Fauna-Habitat Richtlinie streng geschützt. In Baden-Württemberg kommt der bedrohte Käfer nur am Trauf der mittleren Schwäbischen Alb sowie im Oberen Donautal vor. Der Käfer ist eng an seinen Lebensraum, den naturnahen Buchenwald, gebunden. Durch extensive forstliche Bewirtschaftung und Verzicht auf Holznutzung hat sich der Alpenbock im Gebiet um Mössingen erfolgreich ausgebreitet. Ab Juni schwärmen die Tiere aus und legen ihre Eier auf alte oder abgestorbene Buchen. Die Larven fressen sich mehrere Jahre durch das tote Holz, bevor sie sich zu Käfern entwickeln.

Information für Brennholznutzer am Albtrauf rund um Mössingen
Die Käfer fühlen sich von Brennholzlagerplätzen angezogen und legen dort ihre Eier ab. Die Larven landen dann im Ofen!
Das können Sie für den Alpenbock tun:

- Fahren Sie Ihr Brennholz, welches im Wald oder am Waldrand lagert, bis spätestens Mitte Juni ab.
- Richten Sie keine dauerhaften Brennholzlagerplätze im Wald oder am Waldrand ein.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis!

Weiterführende Informationen
Wie der Alpenbock-Käfer aussieht, wo er um Mössingen herum genau vorkommt und wer Ihre Ansprechpartner sind, erfahren Sie in unserem Faltblatt als downloadbares PDF:
Merkblatt Alpenbock am Albtrauf (777,5 KiB)

Fünf weitere Jahre PLENUM im Landkreis Tübingen – Umweltminister Franz Untersteller lobt großes Engagement zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Am 29. Juni 2020 hat Minister Franz Untersteller in feierlichem Rahmen die Urkunde zur Fortführung des PLENUM-Gebiets bis Ende Mai 2025 an Landrat Joachim Walter überreicht. Für die Förderung von Projekten, die dem Naturschutz im Landkreis dienen, stellt das Umweltministerium dafür insgesamt gut 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.
 
„Es ist großartig, was Sie für die Stärkung der biologischen Vielfalt im Land geleistet haben“, würdigte Untersteller bei der Überreichung der Urkunde in Bodelshausen die Tatkraft aller Beteiligten. Es sei nicht selbstverständlich, dass so vielen ehrenamtlich tätigen Menschen beispielsweise die Pflege und der Erhalt von Streuobstwiesen am Herzen liegen würden, fügte Untersteller hinzu. „Aber wir müssen unsere schöne und vielfältige Kulturlandschaft schützen. Neben dem Klimawandel gehört der Verlust der Artenvielfalt zu den drängendsten Aufgaben, die wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alle gemeinsam meistern müssen.“
 
Der Minister führte aus, wie es im Landkreis Tübingen zwischen 2013 und 2019 gelungen ist, mit mehr als 280 Projekten (Gesamt-Fördersumme etwa 1,5 Millionen Euro) die Integration des Naturschutzes in regionale Entwicklungsprozesse zu realisieren. Noch dazu habe es vorbildlich funktioniert, Menschen mit Behinderung, psychisch kranke Menschen und Langzeitarbeitslose in diese Prozesse einzubinden und so neue Teilhabe- und Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch die erst- und einmalig realisierte Kombination von PLENUM und LEV überzeuge ihn und habe die Kontinuität und den Gesamterfolg maßgebend befördert.
Als besondere Leistungen hob er die Unterstützung hervor, die VIELFALT e.V. als PLENUM-Geschäftsstelle bei der Eröffnung des Streuobst-Informationszentrums in Mössingen 2018 und bei der Planung und Umsetzung der Premiumwander- und Premiumspazierwege „Früchtetrauf“ geleistet habe. Gemeinsam mit den fünf Partner-Kommunen würde durch die Wanderwegekonzeption Erholungssuchenden die wertvolle Kulturlandschaft nähergebracht. Besonders lobende Worte fand er dann auch für die Förderung des Streuobstunterrichts an Grundschulen, mit denen die Jüngsten erreicht und ihr Verständnis für das geweckt würde, was es zu schützen gelte. Das Gesamtengagement diene letztlich sehr vielen Flächen in- und außerhalb von Schutzgebieten. Dazu zählen Streuobstwiesen, Magerrasen, eine Vielzahl von FFH-Mähwiesen, die besonderen Lebensräume des Steillagen-Weinbaus mit ihren zahlreichen Trockenmauern und viele andere mehr.
 
Landrat Joachim Walter bestätigte, dass die Fördergelder im Landkreis Tübingen „bestens angelegt“ seien und berichtete begeistert, dass man im Landkreis nach wie vor für „PLENUM lichterloh brenne“. Die Begeisterung, die ihm vor 2013 den nötigen Rückenwind verlieh, das Land von der Eignung des Landkreises als PLENUM-Projektgebiet zu überzeugen, sei ungebrochen. Auch „unter unserem Leitmotto ‚Schützen durch Nützen‘ konnte es gelingen, wertvolle Lebensräume und regionale Kreisläufe sowie den Erhalt unserer Artenvielfalt zu sichern“, hob Walter hervor. Als Beispiel für die erfolgreiche Arbeit im Artenschutz nannte er das PLENUM-geförderte Kooperationsprojekt zum Schutz des europaweit vom Aussterben bedrohten Rebhuhns. Zusammen mit den Projektpartner*innen und vor allem durch den Einsatz der zahlreichen Praxispartner*innen ist es im Rahmen des PLENUM-Projekts gelungen, den kontinuierlichen Rückgang der Rebhuhn-Reviere zu stoppen. Anschaulich skizzierte der Landrat, welche Schwerpunkte das „Regionale Entwicklungskonzept 2020-2025“ vorsieht, welches für die PLENUM-Fortschreibung in einem partizipativen Prozess erarbeitet wurde (einsehbar unter www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/download). Es gelte in diesem Sinne, „in allen Bereichen dran zu bleiben“ und insbesondere im Bereich der Regionalvermarktung noch mehr als bisher nach Innovationen zu suchen.
 
Mit seinen anschließenden Ausführungen gab Marcus Hölz, Geschäftsführer der AiS inklusiv gGmbH, einen schönen Einblick, wie PLENUM-Projekte Menschen mit und ohne Behinderung zusammenführen und Streuobstwiesen, die eigene Gastronomie und Regionalläden zu lebendigen Orten der Inklusion machen. Hölz betonte, wie hilfreich bei der Umsetzung seiner Projekte die enge und vertrauensvolle Kooperation sei, von der beide Seiten bisher und sicher auch in Zukunft profitieren würden. Nach einer kleinen Kostprobe aus der regionalen Küche des Café Pausa lud er alle Gäste zu einer Besichtigung der Bodelshäuser „Dorfmosterei“ ein, wo er zusammen mit dem bisherigen Pächter, Willi Kühbauch, die künftige Arbeit der Inklusionsfirma als Dienstleister für alle Streuobstbegeisterten vorstellte. Beide ließen keine Zweifel aufkommen, dass hier ein gesicherter Generationenübergang auf den Weg gebracht wurde. Auch Bürgermeister Uwe Ganzenmüller hatte bei seiner Begrüßung gleich betont, wie froh die Gemeinde sei, dass durch die Übernahme der Mosterei durch die AiS inklusiv gGmbH Stücklesbesitzer*innen auch in Zukunft ihr Streuobst weiterhin vor Ort in Lohn mosten lassen können. Dass hierfür und für andere Projekte in der Vergangenheit und auch in Zukunft Fördermittel des Landes zur Verfügung stehen, freute den Schultes ausdrücklich. Auch der vor der Moste ausgeschenkte Steinlachtäler Most und Cidre weckte die Vorfreude auf viele schöne PLENUM-Produkte und stimmten die Gäste genussvoll auf die zweite PLENUM-Förderperiode ein.

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